JG-Wien Gremel: "Neue Lage 31 Tage"

Junge Generation startet Aktionen gegen die Wehrpflicht

Wien (OTS/SPW) - "Alles was sich bewegt grüßen, alles was sich nicht bewegt putzen", so beschreibt Marcus Gremel, Vorsitzender der Jungen Generation Wien aus eigener Erfahrung den trostlosen Alltag vieler Grundwehrdiener. "Beim österreichischen Bundesheer gibt es derzeit mehr Köche als Pioniere - 60 Prozent aller Grundwehrdiener sind damit beschäftigt, das derzeitige System zu erhalten und bekommen keine nennenswerte militärische Ausbildung", erklärt Gremel und kündigt an:
"Als JG Wien stehen wir auf Seite der jungen Männer, die mit einem halben Jahr zusätzlicher Lebenszeit sicher besseres anzufangen wissen, als Schuhe putzen, Betten machen und Latrinen reinigen. Wir werden jedenfalls alle Hebel in Bewegung setzen, damit das kollektive Abrüsten am 21. Jänner starten kann und die jungen Männer endlich selbst entscheiden können, ob sie zum Bundesheer wollen oder nicht."****

Nach dem bekannten Abrüster-Motto "Neue Lage" zählt die JG Wien daher die Tage bis zur Volksbefragung herunter. Mit Straßenaktionen und Online-Diskussionen werden die jungen SozialdemokratInnen die Wienerinnen und Wiener in den verbleibenden 31 Tagen dazu aufrufen, am 20. Jänner an der Volksbefragung teilzunehmen. Dort haben sie die historische Chance, darüber zu entscheiden, ob die Ausbeutung der Arbeitskraft junger Männer fortgesetzt wird oder die Freiwilligkeit zum Prinzip im Wehr- und Sozialdienst wird.

Vor allem die Freiwilligkeit im Sozialdienst ist für die jungen SozialdemokratInnen von zentraler Bedeutung. "Die Leistungen, die Zivildiener derzeit erbringen, sind großartig und ersetzen vielfach die Arbeit von hauptamtlichen MitarbeiterInnen. Da ist es nur gerecht, wenn sie für ihre Arbeit auch entsprechend entlohnt und nicht so wie jetzt mit einem Hungerlohn nach Hause geschickt werden. Außerdem sind Menschen, die sich freiwillig im Sozialbereich engagieren, zweifellos viel motivierter als jene, die dazu gezwungen werden. Daher sprechen wir uns auch ganz klar für das bezahlte freiwillige Soziale Jahr aus", schließt Gremel. (Schluss) mg/lw

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