"profil": Salzburger Finanzskandal: Schadenersatzforderungen gegenüber Finanzbeirat?

Land Salzburg ließ sich in Finanzgeschäften von nicht befugten Experten beraten

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet, könnten sich Lauri Karp und Utz Greiner, die externen Experten des Salzburger Finanzbeirats, im Verlustfall mit Schadenersatzforderungen des Landes konfrontiert sehen. Weder das estnische Beratungsunternehmen Karp Financial Partners noch die österreichischen Consulter Schwabe, Ley & Greiner verfügen über eine Konzession als Wertpapierdienstleister. Diese ist laut Wertpapieraufsichtsgesetz aber notwendig, um Empfehlungen für Einzelgeschäfte abzugeben. Ohne eine solche Konzession dürften die Experten in ihrer Beratungstätigkeit im Beirat lediglich das Risiko der Gesamtpositionen analysieren sowie generelle Markt- und Strategieeinschätzungen abgeben.

Laut "profil" könnten Karp und Greiner ihre Kompetenzen überschritten und sehr wohl Empfehlungen zu einzelnen Geschäften abgegeben haben. So räumt etwa die entlassene Referatsleiterin Monika R. in einem "profil" vorliegenden E-Mail an ihren Vorgesetzten Eduard Paulus ein: "Es ist richtig, dass ich am 17.7. 2012 die im Finanzbeirat besprochene Auflösung eines Geschäfts wieder rückgängig gemacht habe." Dass R. Empfehlungen des Finanzbeirats nicht befolgt hatte, galt überdies als Grund für die Zwangsbeurlaubung der Referatsleiterin im vergangenen Sommer durch Paulus und Finanzreferent David Brenner.

Der Finanzbeirat, bestehend unter anderen aus Eduard Paulus, Lauri Karp und Utz Greiner, war 2007 vom damaligen Finanzlandesrat Othmar Raus zur Kontrolle der Veranlagungen des Landes eingesetzt worden.

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