ÖH Innsbruck: "Seniorenticket ist Farce für Studierende!"

Innsbruck (OTS) - Zu den Plänen eines Seniorentickets um 240 Euro regt sich Widerstand in der Hochschülerschaft. Dass SeniorInnen eine bessere Lobby haben und eine größere Wählergruppe als Studierende darstellen ist bekannt. Nun ist aber ein Bekenntnis zur Universitätsstadt Innsbruck und vor allem zu deren Studierenden ebenfalls gefragt.

Klare Worte findet Florian Heiß (AktionsGemeinschaft), Vorsitzender der Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der Universität Innsbruck (ÖH): "Während wir uns schon lange für günstige Öffis kämpfen, bekommen die Senioren nun einen preiswerten Pauschaltarif für ganz Tirol. Da von uns kein Generationenkonflikt gewünscht wird, ist dies für mich inakzeptabel. Wir Studierenden stellen eine Gruppe, welche noch nicht bzw. nur teilweise erwerbstätig ist und auch vor dem Beginn der beruflichen Laufbahn steht. Gerade während der Ausbildung bis zum Aufbau einer eigenen Existenz wird jede finanzielle Hilfe bitter benötigt. Daher sehe ich das für SeniorInnen präsentierte Ticket als Farce für alle Studierenden an, welche alleine schon in Innsbruck 245Euro pro Jahr (122,5Euro pro Semester) für den Kauf des IVB Semestertickets berappen müssen. Für Studierende aus den entlegeneren Teilen Tirols kann das VVT Semesterticket sogar bis zu 638Euro pro Semester kosten."

"Es bedarf also auch einer dringenden Anpassung der VVT Tarife für Studierende durch das Land Tirol sowie eine Preisobergrenze für pendelnde Studierende. Auch das IVB Semesterticket hat mit Abstand den höchsten Preis im österreichweiten Vergleich. Der Ball liegt hier klar bei der Stadt Innsbruck, welcher unser Konzept für ein Semesterticket im Bereich von 80Euro (anstatt 122,5Euro) bereits Ende November überreicht wurde, stellt Heiß unmissverständlich klar. Heiß fordert abschließend das Land, die Stadt und die Verkehrsbetriebe auf, auch für Studierende, deren Zahl sich immerhin auf knapp 35.000 in Innsbruck beläuft, ein leistbares Angebot zu schaffen und so ein Bekenntnis zum Universitätsstandort Innsbruck abzugeben. Auch die Jugend freut sich bekanntlich sehr über Weihnachtsgeschenke!

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Florian Heiß
Vorsitzender der ÖH Innsbruck
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