Industrie begrüßt familienpolitische Schwerpunkte von Vizekanzler und Familienminister

IV-GS Neumayer: Maßnahmen für bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf dringend nötig - Kindergärten und Krippen in Richtung Kinderbildungseinrichtung weiterentwickeln

Wien (OTS/PdI) - "Wir begrüßen die Vorhaben, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und die Frauenerwerbstätigkeit zu steigern, um Österreich zum familienfreundlichsten Wirtschaftsstandort Europas zu entwickeln", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer in Reaktion auf die heute, Mittwoch, von Vizekanzler Michael Spindelegger und Familienminister Reinhold Mitterlehner präsentierten Schwerpunkte der Familienpolitik für das kommende Jahr. Dabei seien einige Ziele formuliert worden, die auch seitens der Industrie klar unterstützt würden, wie Neumayer betonte. "Wir freuen uns, dass der Familienminister Reformen bei der Familienbeihilfe in Angriff nehmen wird", so der IV-Generalsekretär. "Die Vereinfachung des bestehenden Modells - sowie die Direktauszahlung der Familienbeihilfe an Studierende und andere volljähre Bezieherinnen und Bezieher sind wichtige Schritte zur Modernisierung des Systems und tragen für mehr Transparenz bei den Empfängerinnen und Empfängern bei". Das vorgestellte Modell zur Reform der Familienbeihilfe soll bis März mit Sozialpartnern und Sozialministerium verhandelt werden.

Auch beim Thema Kinderbetreuung seien eine Reihe der heute vorgestellten Punkte zu unterstützen: "Aus Sicht der Industriellenvereinigung ist es wichtig, die Qualität der Kinderbetreuung zu erhöhen und Kindergärten und Krippen verstärkt in Richtung Kinderbildungseinrichtung weiterzuentwickeln", begrüßte Neumayer etwa die Pläne von Familienminister Mitterlehner, der auch ein verpflichtendes zweites Kindergartenjahr forderte. "Auch darüber sollte gesprochen werden, durchaus auch als Maßnahme einer verbesserten Integration", so der Generalsekretär, der allerdings auch forderte: "Wir unterstützen diese Ideen, aber es braucht insgesamt einen stärkeren Fokus auf den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen, vor allem für Unter-3-Jährige. Erst damit wird das Ziel der Wahlfreiheit wirklich Realität."

Österreich sei ein familienfreundliches Land, aber manche familienpolitischen Maßnahmen würden nicht mehr den aktuellen Herausforderungen entsprechen, so Neumayer abschließend. "Vor allem bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben wir weiteren Nachholbedarf. Fehlende Kinderbetreuungsplätze und auch mangelnde Akzeptanz von berufstätigen Müttern in der Gesellschaft bewirken, dass junge Frauen und Männer ihren Kinderwunsch oft nicht realisieren können.", so Neumayer.

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