Volkshilfe zur Pflegestrukturreform: "Menschen brauchen Sicherheit"

Prognosen zeigen: versorgungspolitischer Druck für zukunftsgerichtete Maßnahmen größer denn je

Wien (OTS) - "Wir begrüßen sehr, dass die Diskussion um offene Finanzierungsfragen und Strukturreformen im Pflege- und Betreuungsbereich durch die neue Pflegestrukturreform vorangetrieben werden", sagt Mag. (FH) Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe Österreich zur heutigen Präsentation des BMASK. "Es ist ein wichtiges Zeichen, dass der Minister und die Verantwortlichen in den Ländern gemeinsam die notwendige Weiterentwicklung der Pflege-und Betreuungsangebote beschlossen haben. Das ist für die Trägerorganisationen der Sozialwirtschaft von Bedeutung, vor allem aber für die betroffenen Menschen, die auf professionelle Angebote angewiesen sind."

Fenninger verweist in seiner Stellungnahme insbesondere auf aktuelle Prognosen: Derzeit sind 23 Prozent der Bevölkerung älter als 60 Jahre. Bis 2020 werden es 26 Prozent sein, ab 2030 sogar mehr als 30 Prozent. Konkret soll bis 2020 der Bedarf an stationären Plätzen um 25 Prozent steigen, die Zahl der Einsatzstunden in der mobilen Pflege gar um 60 Prozent.

"Die Zahl der Pflege- und Hilfsbedürftigen nimmt zu, die Familienstrukturen verändern sich, die Nachfrage nach Fachkräften steigt. Diese Fakten zeigen, wie groß der versorgungspolitische Druck für zukunftsgerichtete Maßnahmen ist", zieht Fenninger Bilanz. Das bedeutet, "dass Strukturreformen im Bildungssektor und am Arbeitsmarkt in diesem Bereich nicht mehr weiter aufgeschoben werden dürfen. Wir hoffen, dass die Pläne des Bundesministers nicht an der Umsetzung scheitern. Denn die Menschen brauchen Sicherheit", so Fenninger abschließend.

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