Jugend im Cyberspace - Security als Schlüsselwort

Wien (OTS) - Vor wenigen Tagen fand der erste Cyber Security Summit der GIT Gesellschaft für Informations- und Kommunikationstechnik im OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik statt. Jugend und Fachleute gingen im Rahmen dieser Veranstaltung in einen Diskurs zum omnipräsenten Thema "Cyber Security" und tauschten Know-how und Erfahrungen aus. Dass die Thematik für Jung und Alt von größtem Interesse ist, war an der breiten Altersstruktur der Teilnehmer/innen, die ins LIZ der Wiener HTL Rennweg, gekommen waren, ersichtlich.

Verantwortung übernehmen

Grundtenor der Veranstaltung war, dass Gesellschaft, Politik und Wirtschaft Verantwortung übernehmen müssen, um die elektronische Vernetzung vor allem für Kinder und Jugendliche gefahrlos zu gestalten.

Helmut Leopold, Präsident der OVE-GIT und Head of Safety and Security Department am AIT Austrian Institute of Technology, forderte in seiner Einführung, den verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Medien in der Bildung der Jugendlichen zu verankern. Dafür müssen auch sichere Kommunikationstechnologien bereitgestellt werden.

Sehr pointiert betrachtete der Keynote-Speaker Gerfried Stocker, Künstlerischer Leiter der Ars Electronica Linz, Facebook, das - wie er ausführte - bevölkerungsmäßig drittgrößte Land der Welt. Mit viel Humor präsentierte er seine Sicht der Dinge: Wir alle sind Teilnehmer eines großen Experiments (Facebook), von dem wir noch nicht wissen, wie es ausgehen wird, um doch zu einem ernsten Schluss zu kommen:
"Cyber Security kann es nur geben, wenn wir einen informierten und selbstbestimmten Umgang mit den neuen digitalen Kommunikationsmedien entwickeln. Es scheint also, als hätten die begeisterten Pioniere der digitalen Welt da einige Dinge übersehen, die die nächste Generation nun in den Griff bekommen muss. Wie so oft ist das aber vielleicht nicht so sehr ein Problem, sondern eine Chance", so Stocker.

Soziale Kompetenz fördern

Carina Felzmann, Geschäftsführerin der Agentur Cox Orange, führte in ihrem Vortrag aus, dass sich Kinder und Jugendliche schneller mit den neuen technischen Möglichkeiten vertraut gemacht haben als Pädagogen und Eltern. "Jugendliche und Erwachsene benötigen zusätzlich zu den technischen Fertigkeiten jedoch auch eine entsprechende soziale Kompetenz, um die vorhandenen Medien bestmöglich nützen zu können, ohne sich oder anderen zu schaden."

Über die Entstehung und Strategie der ÖAMTC-Linie "young & mobile" berichtete Paul Haimovici, Verantwortlicher für das Jugendmarketing bei ÖAMTC. Seine Erfahrung: "Viele Jugendliche vertrauen hinsichtlich des Datenschutzes dem Betreiber des sozialen Netzwerkes. Nur jeder zweite Community-Nutzer von zehn bis 18 Jahren hat an den Datenschutzeinstellungen schon einmal etwas geändert." Harald Grabner von 123 Consulting rundete den ÖAMTC-Vortrag durch Erläuterungen zur Gestaltung des ÖAMTC-Facebook-Auftritts ab.

"Führerschein" für den virtuellen Highway

Interessant und mitreißend gestaltete Revital Marom, Head of Marketing & Consumer Insight bei Alcatel Lucent, ihren Vortrag "The Identity Shift - Do you know what your children are doing?". Die Kernaussage: "We have a virtual highway, but the drivers have no license". Wie Carina Felzmann appellierte auch Revital Marom an die Gesellschaft, das Bewusstsein für die Sicherheit im Umgang mit dem Internet zu schärfen.

Abschließend präsentierten die beiden Schüler Max Lassmann und Dennis Westhoff, beide aus dem Wiener Goethe Gymnasium, ihre Sicht der Dinge und hinterfragten das System Facebook durchaus kritisch, um zu folgendem Schluss zu kommen: "Ein Leben ohne Facebook, Twitter und Co ist für Jugendliche von heute kaum mehr vorstellbar, birgt jedoch auch Gefahren. Oberstes Gebot für alle Facebook-Nutzer: Die Privatsphäre-Einstellungen genau beachten!"

Awareness schaffen

Durch die Veranstaltung führte Thomas Bleier, der in der OVE-GIT die Arbeitsgruppe "Cyber Security" leitet. Bleier skizzierte die derzeitige Situation wie folgt: "Für die Infrastrukturen der Zukunft wird IKT-Sicherheit eine Kernkomponente sein - und die Jugend von heute wird in den nächsten Jahren als Benutzer, aber auch als Entwickler und Betreiber dieser Infrastrukturen fungieren. Daher ist es wichtig, schon frühzeitig Awareness für Sicherheitsthemen zu schaffen, um sowohl Risiken als auch Chancen und Lösungswege zu diskutieren."

Mit dem ersten Cyber Security Summit hat die GIT Gesellschaft für Informations- und Kommunikationstechnik im OVE einen großen Schritt in Richtung "Awareness" gemacht. Die rege Teilnahme der Anwesenden an der anschließenden Diskussion zeigt das große Interesse am Thema.

Weitere Bilder zur Veranstaltung:
http://www.ots.at/redirect/gitove

Über die OVE-GIT Gesellschaft für Informations- und Kommunikationstechnik

Die GIT positioniert sich vor allem zu Fragestellungen aus Forschung, Lehre und industrieller Entwicklung und arbeitet dazu eng mit Universitäten und Fachhochschulen sowie führenden Unternehmen der Wirtschaft zusammen. Die GIT bildet somit eine Plattform für proaktive Diskussion und Bündelung von Wissen und Information, um die Trends der IKT rechtzeitig zu erkennen und positiv für unsere Gesellschaft zu gestalten. Neben dem inhaltlichen Fokus ist auch die IKT-Nachwuchsförderung ein wichtiges Anliegen der GIT und wird unter anderem durch die jährliche Auszeichnung von HTL-Projektarbeiten, Diplomarbeiten bzw. Dissertationen im Rahmen des GIT-Preises unterstützt.

Über den OVE

Der Österreichische Verband für Elektrotechnik (OVE) repräsentiert alle Bereiche der Elektrotechnik und Informationstechnik und vertritt die Interessen seiner Mitglieder sowie der gesamten Branche auf nationaler und internationaler Ebene. Seine Kerngebiete sind die elektrotechnische Normung, die Zertifizierung, die Blitzortung und Blitzforschung sowie die fachliche Aus- und Weiterbildung. Der OVE ist der offizielle österreichische Vertreter bei IEC und CENELEC, den internationalen und europäischen Normungsorganisationen für die Elektrotechnik. Der OVE steht für die Förderung der Wissenschaft, die Vertretung des Berufsstandes des Elektrotechnikers und für die Sicherheit von elektrotechnischen Anwendungen. Die Aktivitäten seiner Fachgesellschaften dienen dem Erfahrungsaustausch, dem Aufbau von Expertennetzwerken und der Imagebildung.

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