FP-Herzog (2): Olympische Sommerspiele interessant, aber risikobehaftet

In London etwa schossen sowohl Mieten als auch Immobilienpreise in schwindelnde Höhen

Wien (OTS/fpd) - Wiens FPÖ-Landtagspräsident Johann Herzog sieht eine Reihe von Gefahren bei einer Bewerbung Wiens für die Olympischen Sommerspiele 2028: "In London etwa sind die Immobilienpreise und Mieten in den betroffenen Gebieten exorbitant gestiegen - und zwar nicht erst im Jahr der Austragung, sondern Spekulanten haben sich bereits zehn Jahre zuvor dort breit gemacht."

Herzog erinnert auch daran, dass elf Milliarden Euro für die Errichtung der notwendigen Infrastruktur von der öffentlichen Hand aufgebracht werden mussten und deswegen ein spezieller Solidaritätszuschlag eingeführt wurde: "Das ist in einer Stadt wie Wien, in der die Anzahl der Mindestsicherungsbezieher seit 2008 um 40 Prozent angestiegen und die Kaufkraft der Bürger seit der Euro-Einführung um bis zu 35 Prozent gesunken ist, kaum sozial verträglich möglich."

Die Hoffnungen, die in die Londoner Großveranstaltung gesetzt wurden, hätten sich jedenfalls nicht erfüllt. Herzog: "Der Tourismus etwa, der mit einem massiven Plus an Nächtigungen gerechnet hatte, musste zuletzt damit zufrieden sein, dass nur unwesentlich weniger Touristen kamen als in einem normalen Jahr. Auch die Nachhaltigkeit war im Gegensatz zur Expo in Hannover nicht wirklich gegeben: Das Olympische Dorf mit 2.800 Wohnungen musste mit hunderten Millionen Euro Verlust an Investmentgesellschaften verkauft werden."

Der Landtagspräsident warnt: "Solch eine Großveranstaltung gehört auf jeden Fall sehr sorgfältig geplant, alle Erfahrungen von anderen Städten müssen berücksichtigt und tunlichst darauf geachtet werden, dass die Bürger nicht unangenehme Überraschungen erleben!" (Schluss)

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