Schwentner: Immer noch eklatante Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern

Grüne fordern gesetzlichen Mindestlohn

Wien (OTS) - "Seit 14 Jahren werden die eklatanten Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern weiter fortgeschrieben. Arbeitnehmerinnen erhalten im Schnitt nur 60 Prozent des Männereinkommens. Ein niederschmetterndes Ergebnis für die Gleichstellungspolitik dieses Landes. Obwohl vor allem Frauen in Niedriglohnbereichen massive Einkommensnachteile erleiden, hat sich Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek noch nie für einen gesetzlichen Mindestlohn eingesetzt", betont Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, angesichts der alarmierend großen Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern. Es sei viel zu viel Zeit mit freiwilligen Selbstverpflichtungen und Ausreden auf die Sozialpartnerschaft verloren gegangen. Vor allem prekär beschäftigten Frauen, die nicht in Großbetrieben arbeiten, würden die öffentlichkeitswirksamen Aktionen der Frauenministerin überhaupt nicht weiterhelfen.

"Dieses Ergebnis aus dem Einkommensbericht des Rechnungshofes ist in Bezug auf die gravierenden Einkommensnachteile von Frauen alarmierend und darf nicht ignoriert werden. Wenn bisher noch keine einzige der 55 Maßnahmen aus dem Nationalen Aktionsplan für Gleichstellung von Frauen und Männern der Frauenministerin die Einkommenssituation verbessert hat -dann ist Feuer am Dach. Sowohl der teuer beworbene Gehaltsrechner als auch die Einkommensberichte müssen einer unabhängigen Evaluierung unterzogen werden, die feststellt, warum diese Maßnahmen nicht greifen", fordert Judith Schwentner.

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