ORF III mit einem europäischen Jahresrückblick und Marokkos Schatten der Vergangenheit

Am 20. Dezember im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - Der Bundesrat geht am Donnerstag, dem 20. Dezember 2012, in sein Jahresfinale mit den Themen Studiengebühren, neues Beamtendienstrecht und geänderte Obsorgeregeln. Die Bundespräsidentschaft übernimmt zum Jahreswechsel Edgar Mayer von Georg Keuschnigg.

Am Beginn steht eine aktuelle Stunde zum Thema "Europäische Perspektiven: Nächste gemeinsame Schritte für Wachstum, Beschäftigung und sozialen Frieden." Zu Gast ist Bundeskanzler Werner Faymann. Die Themen am 20. Dezember:
Die Studiengebühren kommen wieder. Im Nationalrat wurde die Wiedereinführung namentlich abgestimmt und mit den Stimmen der Koalitionsparteien und der FPÖ fixiert.
Beamte, die foltern, quälen oder wegen Sexualdelikten rechtskräftig verurteilt sind, verlieren künftig automatisch ihr Amt. Bei einer Anklage droht Suspendierung. Das besagt die Dienstrechtsnovelle 2012. Sie bringt außerdem einen unbedingten Rechtsanspruch auf den "Papamonat", der nun auch wenige Tage vor der Geburt angemeldet werden kann.
Die Obsorge wird neu geregelt: Mit dem Kindschafts- und Namensrechts-Änderungsgesetz 2013 kann die Obsorge im Streitfall beiden Eltern übertragen werden. Außerdem können in Zukunft ledige Väter die gemeinsame oder alleinige Obsorge beantragen. Erneuert wird auch das Namensrecht: es bringt Doppelnamen für die ganze Familie. Mit Jahresende geht die Bundesratspräsidentschaft von Georg Keuschnigg von der ÖVP Tirol zu Ende. Er hat in den letzten sechs Monaten die Reform des Bundesrates mit einem Positionspapier aller Bundesländer vorangetrieben. Edgar Mayer von der ÖVP Vorarlberg wird im ersten Halbjahr 2013 die Präsidentschaft im Bundesrat übernehmen. ORF III überträgt die Bundestagsitzung live und in voller Länge ab 9 Uhr (geschätztes Ende: 20.00 Uhr), es kommentieren ORF-III-Chefredakteur Christoph Takacs, Andreas Heyer und Vera Schmidt.

"Inside Brüssel" präsentiert um 20.15 Uhr einen europäischen Jahresrückblick und wagt einen Ausblick auf das Jahr 2013. Kann das Finanzsystem aufgrund der europäischen Bankenaufsicht und der vorläufigen Rettung Griechenlands als stabilisiert bezeichnet werden? Befinden sich EU-skeptische Populisten auf einem absteigenden Ast? Kann sich Europa hinsichtlich politischer Reformen eine Kunstpause leisten?
ORF-III-Moderator Raimund Löw begrüßt dazu Schriftsteller Robert Menasse, dessen jüngstes Buch über Europa für Schlagzeilen sorgt. Zur Sprache gebracht wird ferner der sich abzeichnende Zusammenbruch der Diktatur des Assad-Regimes in Syrien sowie Barack Obamas zweite Amtszeit. Es diskutieren Autor Robert Menasse, Cerstin Gammelin von der Süddeutschen Zeitung, Vanessa Mock vom Wall Street Journal und Alain Délétroz von der International Crisis Group.

Um 21.05 Uhr wirft "Im Brennpunkt" einen Blick nach Marokko: Als König Hassan von 1961 bis 1999 das Land regierte, wurden unzählige Frauen aus politischen Gründen eingesperrt und gefoltert. Ans Tageslicht brachte diese traurige Tatsache allerdings erst eine Wahrheitskommission im Jahr 2004. Die Dokumentation "Marokko: Der Schatten der Vergangenheit" blickt zurück und schildert das Schicksal jener Frauen, die fest entschlossen sind, der Opferrolle zu entkommen.

Alexander Lorenz reist um 21.55 Uhr nach Delhi und präsentiert ein "Weltjournal" über eine Stadt, die sich zunehmend aufgibt: Dass Indien als einer der vielversprechenden Wachstumsmotoren der Weltwirtschaft gilt, scheint Vergangenheit zu sein.

"Visionäre des Wandels" präsentiert um 22.30 Uhr mit "Nächstenliebe und Kapitalismus" eine Dokumentation über die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Probleme unserer Zeit, die Schritt für Schritt an unserer Weltanschauung kratzen.

Mit dem "Balkan Express" hält ORF III Kultur und Information um 23.25 Uhr in Kroatien und um 00.20 Uhr im ärmsten Land der westlichen Hemisphäre: Moldawien. Dass regionale Qualitätsweinbauern ebenso wie die lebendige Kulturszene von sich reden machen, spricht für eine stabile Gesellschaft trotz der zahlreichen Probleme.

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