- 19.12.2012, 11:11:05
- /
- OTS0091 OTW0091
Greenpeace-Check: Wie viel Gentechnik steckt im Putenschnitzel?
Greenpeace kritisiert mangelnde Transparenz bei Produkt-Kennzeichnung
Utl.: Greenpeace kritisiert mangelnde Transparenz bei
Produkt-Kennzeichnung =
Wien (OTS) - Nicht alle Supermärkte können den Wunsch der
ÖsterreicherInnen zu Weihnachten heimisches Putenfleisch aus
garantiert gentechnikfreier Fütterung auf dem Teller zu haben,
erfüllen. Zu diesem Ergebnis kommt der heute von Greenpeace
veröffentlichte Putenfleisch-Check. Im November und Dezember 2012
wurden 13 vorverpackte Produkte aus Puten-Frischfleisch eingekauft
und untersucht. Nur drei der getesteten Produkte sind als biologisch
oder garantiert gentechnikfrei gekennzeichnet.
"Fast 80 Prozent der österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten
lehnen Gentechnik im Essen ab, können jedoch aufgrund der mangelnden
Kennzeichnung nicht bei allen Produkten sicher sein, was in der
Verpackung steckt. Jährlich werden in Österreich immer noch über
450.000 Tonnen Gentech-Soja verfüttert", so Greenpeace
Konsumentensprecherin Claudia Sprinz. "Nur bei biologisch oder als
gentechnikfrei gekennzeichneten Produkten ist garantiert, dass keine
Gentechnik über den Umweg des Futtertrogs auf dem Teller landet."
Greenpeace hat bei in Österreich erhältlichen Putenfleischprodukten
hinter die Verpackung geblickt und bei Herstellern und
Handelsunternehmen genau nachgefragt. Das Ergebnis: Drei von dreizehn
Produkten kann man aus ökologischer Sicht mit gutem Gewissen kaufen.
Dazu gehören die Marke Ja! Natürlich und die Produkte der Firmen Wech
und Pöttelsdorfer. Diese sind bei Merkur, Billa, ADEG, Sutterlütty
und AGM beziehungsweise bei Spar erhältlich. "Bei
Putenfrischfleisch-Produkten von Ja! Natürlich, Wech und
Pöttelsdorfer können die Konsumentinnen und Konsumenten sicher sein,
dass keine Gentechnik über den Umweg des Futtertrogs auf ihren
Tellern landet", freut sich Sprinz.
Greenpeace kritisiert jedoch schon seit Jahren die Lücke bei der
Kennzeichnungspflicht. In der EU muss am Produkt nicht angegeben
werden, ob Gentech-Futter eingesetzt wurde. Bei vielen Marken ist
deshalb kein Hinweis auf gentechnikfreie Fütterung zu finden oder die
Herkunft des Fleisches ist nicht angegeben. So ergibt der
Greenpeace-Check etwa, dass einige Puten für Erzeugnisse der
oberösterreichischen Firma Hubers Landhendl in Österreich gemästet,
aber knapp über der Grenze in Bayern geschlachtet werden. Verpackt
wird das Fleisch wieder in Österreich. Dieses Fleisch ist trotz der
österreichischen Herkunft nicht gentechnikfrei. Sehr wahrscheinlich
ist der Einsatz von Gentechnik-Futtermittel bei Produkten der Firma
AIA aus Italien, die auch für die Marke Clever produziert.
"So wie bei Milch und Frischeiern muss auch die gesamte
österreichische Fleischproduktion komplett auf gentechnikfreie
Produktion umgestellt werden. Auch bei Importware und verarbeiteten
Produkten muss in Zukunft auf gentechnikfreie Ware gesetzt werden",
fordert Sprinz abschließend.
Eine Liste der von Greenpeace bewerteten Produkte finden sie unter
http://marktcheck.greenpeace.at/putenfleisch-produkte
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP






