Alles "Nussknacker": ORF-"matinee" am 26. Dezember mit Peter Schneeberger

Nurejew-Porträt, Making-of und Ballett-Neuinszenierung

Wien (OTS) - Dank seines Themas wie geschaffen für die Weihnachtszeit ist der Ballettklassiker "Der Nussknacker": Ganz im Zeichen des wohl meistgespielten Werks der Ballettliteratur, das in einer Neuinszenierung erst im Oktober Premiere an der Wiener Staatsoper feierte, steht die von Peter Schneeberger moderierte ORF-"matinee" am Stephanitag, dem 26. Dezember 2012, ab 9.05 Uhr in ORF 2. Den Auftakt bildet die Dokumentation "Rudolf Nurejew" (9.05 Uhr) von Sonia Paramo über den bisher wohl berühmtesten Tänzer der klassischen Ballettwelt, dessen Todestag sich Anfang Jänner bereits zum 20. Mal jährt. 1985 hat der Ausnahmekünstler den "Nussknacker" für das zu dieser Zeit von ihm geleitete Ballett der Pariser Oper neu einstudiert. Mit der Wiener Neuinszenierung - erstmals in der Choreographie Nurejews -führt Ballettdirektor Manuel Legris die Pflege des choreographischen Erbes Rudolf Nurejews weiter, die er mit der Wiederaufführung des "Don Quixote" im Vorjahr begonnen hat. Bevor um 10.15 Uhr eine ORF-Aufzeichnung des Balletts aus der Wiener Staatsoper in der Bildregie von Michael Beyer zu sehen ist, präsentiert die "matinee" um 9.50 das Making of "Der Nussknacker - Hinter den Kulissen". Dafür begleitete Regisseur Florian Gebauer Manuel Legris und das Solistenpaar Ludmilla Konovalova und Vladimir Shishov über viele Monate bei den Vorbereitungen.

"Rudolf Nurejew" (9.05 Uhr)

Rudolf Nurejew gilt bis heute - fast 20 Jahre nach seinem Tod - als der berühmteste Tänzer der klassischen Ballettwelt. Als einer, der in einem Wagon der Transsibirischen Eisenbahn auf die Welt gekommen war, blieb er immer in Bewegung, um als der hellste Stern am Balletthimmel kometenhaft aufzusteigen. Rudolf Nurejew brachte mit seinem Charisma und seinem virtuosen Talent eine neue, moderne Dimension in den klassischen Tanz - egal ob als Tänzer, Choreograph oder als herumtollender Partner von Miss Piggy bei der "Muppet Show". Mit ihrem Film wirft die Regisseurin Sonia Paramo einen Blick auf das Leben dieses großartigen Künstlers in all seinen graziösen, leidenschaftlichen, dramatischen und exzessiven Facetten. Anhand von Interviews, Archivmaterial, Wiederaufnahmen und originalen Tanzsequenzen rekonstruiert Paramo die Schlüsselmomente von Nurejews Leben und bringt Licht in das aufregende Leben dieses unvergleichlichen Talents.

"Der Nussknacker - Hinter den Kulissen" (9.50 Uhr)

Ein halbes Jahr lang hat Regisseur und Kameramann Florian Gebauer den Ballettdirektor Manuel Legris und seine jungen Tänzer begleitet. Das Ergebnis ist ein spannendes und bewegendes Porträt aus der Welt des Balletts. Prisca Zeisel ist gerade 18 Jahre alt geworden, aber bereits Halbsolistin; im "Nussknacker" tanzt sie eine der Soloschneeflocken. Der Ehrgeiz der jungen Dame ist ansteckend, sie will so schnell wie möglich Solistin werden, genau wie Ludmilla Konovalova und deren Tanzpartner Vladimir Shishov, die die Hauptrollen tanzen. Während Vladimir und seine Freundin in ihrer kargen Freizeit gerne kochen, schaut sich Prisca am liebsten Ballettvideos an und Ludmilla geht - für eine Tänzerin eher unüblich - gerne brunchen. Ansonsten stehen sie dauernd im Ballettsaal oder auf der Bühne und fallen am Abend vor Müdigkeit ins Bett. Der Film zeigt eine Welt voll langer Proben und Schmerzen, die jeder Tänzer gerne in Kauf nimmt, wenn sie nur zum Erfolg führen.

"Der Nussknacker" - Ballett (10.15 Uhr)

Der "Nussknacker" ist eines der meistgespielten Werke der Ballettliteratur und hat vor kurzem in der Fassung von Rudolf Nurejew Einzug in den Spielplan der Wiener Staatsoper gehalten. 1985 brachte Nurejew seine Fassung mit dem von ihm geleiteten Ballett der Pariser Oper heraus. Auch der damals am Beginn seiner großen Tänzerkarriere stehende Manuel Legris wirkte als Solist mit. Als Wiener Ballettdirektor legte er von Anfang an großen Wert auf die Pflege des Nurejew'schen Erbes, dessen Grundstein Nurejew selbst mit seiner "Schwanensee"-Inszenierung in den 60er Jahren gelegt hat. Nurejews Nussknacker-Ballett basiert - wie das Original von Lew Iwanow und Marius Petipa von 1892 - auf dem fantastischen Märchen von E. T. A. Hoffmann, einer Geschichte zwischen Realität und Traum. Die Musik von Peter I. Tschaikowsky nutzte er für eine anspruchsvolle Abfolge an komplizierten Schritten und Kombinationen, wie sie in kaum einer anderen Choreographie zu finden sind.

In den Hauptrollen tanzen Ludmila Konovalova, Erste Solotänzerin, und Vladimir Shishov, Erster Solotänzer des Wiener Staatsballetts. Die Einstudierung lag in den Händen von Aleth Francillon, der ehemaligen Tänzerin und Probenleiterin an der Pariser Oper, und von Manuel Legris.
Das Orchester der Wiener Staatsoper spielt unter der Leitung von Paul Connelly. Für die ORF-Bildregie zeichnet Michael Beyer, der auch Bildregie beim nächsten ORF-Neujahrskonzertballett führt.

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