AK Muhm: "Höherer Ökostrombeitrag bedeutet wieder steigende Belastungen für KonsumentInnen"

"Vorgesehene Erhöhung steigert Belastung um 42 Prozent"

Wien (OTS) - "Haushalte verbrauchen nur 25 Prozent des Stroms, mit den neuen Beiträgen tragen sie aber rund 50 Prozent der Ökostromkosten - das geht nicht", kritisiert AK Direktor Werner Muhm. "Eine Erhöhung der Ökostromförderbeiträge, wie sie derzeit vorgesehen ist, steigert die Belastung eines durchschnittlichen Haushaltes um 42 Prozent." Das heißt der Beitrag steigt von 45 auf 64 Euro pro Jahr.

Gemessen an den Jahresstromkosten von rund 630 Euro würde der Beitrag für Ökostrom schon rund 10 Prozent ausmachen. "Die Arbeiterkammer trägt die Energiewende mit, allerdings muss es zu einer gerechten Verteilung der Lasten kommen", fordert Muhm. "Derzeit werden Haushalte überproportional belastet. Unternehmen hingegen, gerade beim Ökostrom, entlastet - in den letzten drei Jahren um rund 80 Millionen Euro."

Ein großes Problem sieht die AK auch bei einigen Energielieferanten, die die Ersparnisse durch die Änderung des Finanzierungsmodus Mitte 2012 nicht an ihre Kunden weitergegeben haben. Dadurch zahlen jetzt viele Haushalte doppelt.

"Auch wenn die Förderung von Erneuerbaren Energien grundsätzlich zu befürworten ist, muss sichergestellt werden, dass hier nicht mit viel Geld in ineffiziente Technologien investiert wird", so Muhm. Konkret geht es der AK dabei um Biogas. Angeblich steht ein großer Teil der Anlagen vor dem Konkurs - trotzdem werden sie noch mit KonsumentInnengeldern weiterfinanziert. Die AK wird diese Förderungen so nicht akzeptieren und hat auch Beschwerde bei der EU-Kommission eingebracht.

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