VSStÖ: Neue Medizinaufnahmetests werden Diskriminierung von Frauen verstärken

VSStÖ kritisiert Abschaffung der geschlechtsspezifischen Auswertung

Wien (OTS) - Heute wurde die Neugestaltung der Medizinaufnahmetests vorgestellt. Obwohl die geschlechterspezifische Ungleichbehandlung dieser Aufnahmetests in Medizin seit ihrer Einführung bekannt sind, wurden diese dennoch jährlich durchgeführt. "Durch diese Aufnahmetests wurde Jahr für Jahr offene Diskriminierung von Frauen zugelassen. Die Neugestaltung hätte eine Chance geboten, auf diese Probleme endlich wirklich einzugehen und diese zu entschärfen. Dazu besteht aber offensichtlich keine Bereitschaft", so Jessica Müller, Vorsitzende des VSStÖ.

Ein erster positiver Schritt war die zumindest in Wien erstmals durchgeführte geschlechtsspezifische Auswertung des EMS-Tests. "Dass die geschlechtsspezifische Auswertung wieder abgeschafft wird, wird auch in Zukunft dazu führen, dass es zu einer massiven Diskriminierung von Frauen bei den Aufnahmetests kommt und die Medizin ein männlich dominiertes Feld bleib," so Jessica Müller.

"Die Neugestaltung der Medizinaufnahmetests wird nichts an den unfairen Aufnahmepraktiken ändern. Medizin zu studieren darf nicht weiterhin ein männliches Eliten-Privileg bleiben, sondern muss jeder Person offen stehen!", fordert Müller die Abschaffung der sozial und geschlechtsspezifisch selektiven Aufnahmetests.

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