Windbüchler-Souschill: Entgeltfortzahlungen für Freiwillige Feuerwehr wichtiger erster Schritt

Grüne fordern gleiche Rahmenbedingungen für alle Freiwillig Tätigen

Wien (OTS) - Die Jugend- und Zivildienstsprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler-Souschill, begrüßt den Vorstoß der Regierung, im Fall von Katastropheneinsätzen den Lohn für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus öffentlichen Mitteln zu bezahlen: "Das ist ein wichtiger erster Schritt, aber darüber hinaus braucht es noch um einiges mehr."

96 Prozent aller Katastropheneinsätze werden von der Freiwilligen Feuerwehr organisiert und übernommen. "Aber es gibt noch viele andere Freiwillige, deren Einsatz gleich wichtig ist. Leider sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement in vielen Punkten sehr unterschiedlich oder fehlen ganz", erläutert Windbüchler-Souschill.
45 Prozent aller ÖsterreicherInnen ab 15 Jahren sind in irgendeiner Form freiwillig tätig. "Es braucht daher mehr positive Anreize und die klare Absicherung des freiwilligen Engagements von Seiten des Gesetzgebers und nicht nur die Entgeltfortzahlungen."

Völlig unklar sei noch, ob ausschließlich den engagierten Feuerwehrleuten eine Entgeltfortzahlung zu Gute kommen wird, oder auch anderen im nationalen und internationalen Einsatz tätige Organisationen und deren Freiwilligen. "Das Rote Kreuz zum Beispiel arbeitet mit der Feuerwehr in Einsätzen eng zusammen. Hier scheint noch nichts geregelt zu sein", kritisiert Windbüchler-Souschill und fordert ein ganzes Maßnahmenpaket, um die Freiwilligenarbeit in Österreich abseits des Zivildienstes aufzuwerten:

"Die Freiwilligenarbeit muss im Falle eines Unfalles österreichweit verlässlich abgesichert sein und die gesetzliche Vorsorge im Bereich der Unfallversicherung ausgeweitet werden. Der Kündigungsschutz, insbesondere für Freiwillige im Katastrophenhilfsdienst muss gewährleistet sein, ebenso wie die vereinfachte Freistellungsmöglichkeit", fordert Windbüchler-Souschill.
Für die Grüne Jugendsprecherin ist auch die Anerkennung und Anrechenbarkeit nicht-formal erworbener Kompetenzen aus der Freiwilligentätigkeit, wie zum Beispiel das Wissen und die Erfahrung von JugendleiterInnen bei den PfadfinderInnen, im Rahmen einschlägiger Ausbildungen bzw. über ECTS-Punkte für Studienfächer oder Ausbildungen wichtig. "Die Freiwilligentätigkeit dient dem gesellschaftlichen Zusammenhalt, der Solidarität und der politischen Teilnahme. Daher ist es wichtig, dass sie gut abgesichert ist und für alle Freiwilligen die gleichen Rahmenbedingungen gelten", meint Windbüchler-Souschill.

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