ÖH fordert einheitliches Evaluierungskonzept für alle Aufnahmeverfahren

Evaluierung muss bereits in der Implementierungsphase starten

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft begrüßt grundsätzlich, dass mit dem heute präsentierten neuen Aufnahmeverfahren für medizinische Studien zumindest versucht wird Testgerechtigkeit zu schaffen. "Aufnahmeverfahren können jedoch nie gerecht sein und sind immer sozial selektiv. Die massive Schieflage zu Gunsten männlicher Bewerber, seit der Einführung von Zugangsbeschränkungen für das Medizinstudium, zeigt das mehr als deutlich", so Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH. "Dass der neue Test automatisch "gerechter" sein wird, ist jedoch noch nicht gesagt."

Für die neu beschränkten Fächergruppen Biologie, Pharmazie, Wirtschaftswissenschaften, Architektur und Informatik soll eine Evaluierung bis Ende 2015 gesetzlich vorgeschrieben werden. Aber:
"Weder im Gesetzestext, noch in den Erläuterungen findet sich eine hinreichend detaillierte Beschreibung der geplanten Ausgestaltung des Evaluationsprozesses", so Wulz. "Des Weiteren müssen neben den Zugangsbeschränkungen der neu beschränkten Studien unbedingt auch alle bisher bestehenden Aufnahmeverfahren verbindlich evaluiert werden."

"Es braucht dringend ein detailliertes Evaluierungskonzept, dass Verbindlichkeit in der Evaluierung aller bestehenden und neuen Zugangsbeschränkungen und Aufnahmeverfahren sicherstellt", so Wulz. "Nur durch eine einheitliche Datenlage und einen einheitlichen Evaluierungsprozess kann die Vergleichbarkeit der Ergebnisse sichergestellt werden. Für alle neuen Beschränkungen und den neuen Aufnahmetest für Medizin muss die Evaluierung daher bestenfalls bereits in der Implementierungsphase starten."

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