AKS: Die Lüge der Beihilfen

AKS kritisiert derzeitiges Schulbeihilfensystem und fordert Neuerungen

Wien (OTS) - Zum Ende des Jahres rief das BMUKK erneut auf, die Anträge auf die Schulbeihilfen abzugeben. Dass nicht annähernd so viele Anträge einkommen werden, wie nötig sein würden, ist für Tatjana Gabrielli, Bundesvorsitzende der Aktion kritischer Schüler_innen (AKS), klar. "Einige der Voraussetzungen sind schlichtweg absurd und unüberlegt", so die AKS Vorsitzende. "Beispielsweise ist die Beihilfe von dem Schulerfolg abhängig. Gerade Schüler_innen, die sich schwer tun und sich keine zusätzliche Unterstützung in Form von Nachhilfe und dergleichen leisten können, bräuchten eine finanzielle Stütze. Insofern wirkt die derzeitige Schulbeihilfe nicht der sozialen Selektion in Österreich entgegen."

Außerdem sei es nicht zielführend, die Beihilfen erst aber der 10. Schulstufe auszuzahlen. "In Österreich haben wir mit einer hohen Drop-Out Quote zu kämpfen. So brachen im Schuljahr 2011/12 laut Statistik Austria 50,4 Prozent der BMS Schüler_innen ihre Ausbildung frühzeitig ab. Wenn Schüler_innen schon früher finanziell unterstützt werden, könnten sich diese auch den Schulbesuch leisten", so Gabrielli.

Die Beihilfen seien veraltet und stützen die soziale Selektion in Österreich. Die AKS macht auf die Beihilfensysteme in Finnland aufmerksam. Dort bekommen alle Schüler_innen ab der Sekundarstufe II je nach einkommen der Eltern eine monatliche Unterstützung bis zu 298 Euro. "Wir fordern eine grundlegende Erneuerung der Beihilfen. Der Höchstbetrag von 1130 Euro muss zumindest an die Inflation angepasst werden und wir fordern eine Steigerung von 20 Prozent", schließt die AKS Vorsitzende.

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Tatjana Gabrielli
Bundesvorsitzende der AKS
Tel: 069911408142
Mail: tatjana.gabrielli@aks.at

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