Offener Brief an den RFW-Bundesobmann Fritz Amann

Wien (OTS) - Herr Bundesobmann Amann!

Es war bisher unser Interesse Ihre Agitationen gegen mehrere Landesgruppen nicht öffentlich zu diskutieren, da dies den Erfolgsmöglichkeiten des RFW nicht dienlich ist. Da Sie zum wiederholten Male die am 24. April 2009 für die Periode 2010 bis 2015 vereinbarte Wahlgemeinschaft Fachliste der gewerblichen Wirtschaft -Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender in aller Öffentlichkeit -diesmal anläßlich einer Pressekonferenz - durch unwahre Behauptungen herabsetzen sehe ich mich nach Aufforderung durch zahlreiche Mitglieder veranlaßt, folgende Richtigstellungen darzulegen:

  • Die Wahlgemeinschaft Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender -Fachliste der gewerblichen Wirtschaft hat sich in keiner Weise und zu keiner Zeit von den freiheitlichen Grundsätzen und der RFW Gemeinschaft distanziert.
  • Es ist Ihnen vorbehalten gewesen - aus welchen Gründen auch immer - im Namen des Bundes RFW den Rücktritt von Bundesparteiobmann Strache und die Rückkehr der freiheitlichen Partei zu liberalen Werten und wirtschaftsliberalen Grundsätzen zu fordern (27. April 2010).
  • Ihrem Pressedienst vom 26. April 2010, letzter Satz, folgend bin ich ausnahmsweise Ihrer Meinung: (Zitat) Ich bin Mitglied der freiheitlichen Partei, handelnde Personen sind nicht die Parteiideologie, nur wo man drinnen ist, kann man etwas verändern (Zitat Ende).
  • Ihr gestörtes Demokratieverständnis könnte sich dadurch erklären lassen, daß es - im Gegensatz zu anderen Bundesländern - in Ihrem Heimatbundesland Vorarlberg jahrzehntelang keine demokratischen Wahlen in der Wirtschaftskammer gab und Sie sich in einer Wahlgemeinschaft mit dem Wirtschaftsbund ein kommodes Ergebnis paktierten.
  • Ihr gemeinsam mit den freiheitlichen Arbeitnehmern am Parteitag im Juni 2011 eingebrachter Antrag und die darauf folgenden Forderungen wie z.B. 6 Wochen Urlaub ab 40 läßt an Ihrer Wirtschaftskompetenz zweifeln.
  • Es dürfte Ihnen auch entfallen sein, daß es die Aufgabe einer Bundesorganisation und deren Obmann ist, die Landesorganisationen und deren Arbeit zu fördern. Erst die Wahlergebnisse der Landesorganisationen ermöglichen es Ihnen, von der Wirtschaftskammer Österreich Gelder zu kassieren, die Sie derzeit zumindest zwei Landesgruppen vorenthalten. Könnte es sein, daß Sie mit den vorenthaltenen Geldern unseren politischen Mitbewerb unterstützen?

Anscheinend verdrängen Sie auch beharrlich, daß seit Beginn Ihrer Obmannschaft österreichweit die Wahlergebnisse für den RFW jedesmal schlechter wurden und Sie bei Ihrer letzten Wahl zum Bundesobmann des RFW nur mehr von knapp mehr als zwei Drittel der Delegierten unterstützt wurden!

Durch Ihre unüberlegten Aktionen gegen die Bundesländer Salzburg und Wien schaden Sie dem gesamten Ansehen des RFW. Das freut den politischen Mitbewerb, unsere Mitglieder finden das gelinde gesagt einfach schäbig. In der mehr als fünfzigjährigen Geschichte des RFW findet sich kein Bundesobmann der in derart unüberlegter Weise gegen Landesgruppen vorgegangen ist wie Sie.

Auch unsere Geduld ist nicht endlos, geben Sie Ihren Kampf gegen demokratisch gewählte Vertreter und Landesgruppen auf. Unsere Mitglieder sind nicht länger bereit ihre Arbeitszeit in den Kammern einzusetzen um Ihnen eine parteipolitische Spielwiese zur Erreichung eines Nationalratsmandates zu bieten, in dem Sie uns per Parteiauftrag in eine Parteiorganisation umwandeln.

Nehmen Sie doch endlich zur Kenntnis, daß wir uns weder kaufen noch sonst irgendwie vereinnahmen lassen. Wir sind ausschließlich unseren Wählern, den Wiener Wirtschaftstreibenden, verpflichtet. Daß Sie uns als Wiener Wirtschaftskammerorganisation in den Rücken fallen und sich mit dem politischen Mitbewerb verbünden, die durch uns erreichten Mittel uns aber vorenthalten beweist worum es Ihnen eigentlich geht: Um Posten und Geld.

Dafür steht die Wiener Wirtschaftskammerfraktion allerdings nicht zur Verfügung. Wir akzeptieren den Willen unserer Wähler, ganz sicher nicht akzeptieren werden wir Ihre Intrigen und Agitationen. Zumal die von Ihnen initiierte Suspendierung einiger Personen seit 14 Monaten vom Ehrengericht nicht bestätigt wurde und daher ein rechtliches Nullum ist.

Karl Ramharter
Fraktionsobmann

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