CARE: Wintereinbruch in Jordanien verschärft Flüchtlingskrise

Keine Decken, keine Heizung und kein Geld, um die Kinder zur Schule zu schicken

Wien/Amman (OTS) - Mehr als 70 Prozent der ca. 250.000 syrischen Flüchtlinge in Jordanien leben nicht in Flüchtlingslagern, sondern in städtischen Wohnräumen. Sie sind bei Gastfamilien bzw. in einfachsten Wohnungen untergebracht, die keinen Schutz vor der zunehmenden Winterkälte bieten - die derzeitigen Nachttemperaturen liegen bei ca. 6 Grad. Laut einer von CARE durchgeführten Studie besitzen 28 Prozent der Flüchtlingshaushalte in Amman keine wintertaugliche Kleidung, 63 Prozent sehr schlechte oder gar keine Decken und 82 Prozent keinerlei Heizgelegenheit. CARE unterstützt schon jetzt über 20.000 Flüchtlinge in Amman und in den jordanischen Grenzregionen mit Decken, Winterkleidung, Heizöfen sowie Bargeld für Nahrungsmittel und Miete -doch die Hilfe müsste dringend ausgeweitet werden.

"Wir machen uns große Sorgen, wie all diese Menschen den Winter überstehen sollen", so CARE-Geschäftsführerin Andrea Wagner-Hager. "Jeden Tag treffen Hunderte neue Flüchtlinge in Jordanien ein, darunter mehr als die Hälfte Kinder. Viele sind tagelang durch den Regen gegangen und völlig durchnässt. Wir bitten dringend um Spenden, um zumindest die größte Not abwenden zu können."

Besonders verzweifelt ist die Situation von unbegleiteten Minderjährigen sowie alleinerziehenden Müttern. Häufig wissen sie sich nicht anders zu helfen, als ihre Kinder statt in die Schule auf die Straße zu schicken, um etwas Geld zu verdienen. Doch die Gründe, warum mehr als 60 Prozent der befragten Eltern ihre Kinder nicht zur Schule gehen lassen, sind vielfältig: Viele Kinder haben Angst vor der neuen Umgebung, vor Diskriminierung oder einem zu langen, unsicheren Schulweg und verweigern den Schulbesuch. Zahlreiche Eltern können sich die durch den Schulbesuch verursachten Zusatzkosten nicht leisten. Andere wollen ihre Kinder nicht aus den Augen lassen aus Angst, von ihnen getrennt zu werden und sie nie wiederzusehen.

CARE arbeitet seit 1947 in Jordanien und verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Unterstützung von Flüchtlingen, zuletzt nach dem Irak-Krieg.

Help us care! CARE-Spendenkonto PSK 1.236.000, BLZ 60.000
SMS mit Spendenbetrag an 0676/8007020, Kennwort "Syrienflüchtlinge"

Rückfragen & Kontakt:

CARE Österreich
Mag. Angelika Gerstacker
Referentin für Presse, Medien & Anwaltschaft
Tel.: ++43 (0)1 7150715-52, 0664-88731425
angelika.gerstacker@care.at
www.care.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | CAO0001