Klasnic-Kommission: Großteil der Missbrauchsfälle aufgearbeitet

In 906 von insgesamt 1.289 Fällen von Gewalt bzw. Missbrauch hat die Kommission bis jetzt finanzielle Hilfe zuerkannt - Opferschutzkommission will sich stärker der Prävention zuwenden

Wien, 17.12.12 (KAP) Die "Klasnic-Kommission", die im April 2010 eingesetzt wurde, um die Fälle von Missbrauch und Gewalt in katholischen Einrichtungen aufzuarbeiten, wird den Großteil der Fälle bis Jahresende 2012 bearbeitet haben. Das berichtet die Tageszeitung "Die Presse" (Montag-Ausgabe) und gab an, dass die "Unabhängige Opferschutzkommission" am vergangenen Freitag zum letzten Mal in diesem Jahr zusammengetreten ist, um über finanzielle Hilfen zu befinden. Auf Anfrage von "Kathpress" erklärte Kommissionssprecher Prof. Herwig Hösele, dass sich die Klasnic-Kommission künftig verstärkt der Präventionsarbeit zuwenden werde.

Laut Hösele haben sich insgesamt 1.422 Personen bei der Opferschutzkommission gemeldet. Nach erfolgter Prüfung habe sich ergeben, dass es sich dabei um 1.289 Fälle von Missbrauch bzw. Gewalt im kirchlichen Bereich handelt. Fast alle gemeldeten Fälle -1062 - seien aufgearbeitet, dem Großteil - 906 - sei eine Hilfszahlung zugesprochen worden: Je nach Schwere und Dauer der Übergriffe 5.000, 15.000 oder 25.000 Euro, in besonders schweren Fällen auch mehr. Darüber hinaus wurden den Betroffenen bei Bedarf auch Therapiestunden zuerkannt.

20 Fälle seien von der Kommission abgelehnt worden, weil sich die Angaben der Opfer nicht überprüfen ließen bzw. nachweislich falsch waren, für 75 Fälle sei die Kirche nicht zuständig gewesen.

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