Wr. Gemeinderat - SP-Duzdar: Wien darf sich architektonischen Neuentwicklungen nicht verschließen

Wien (OTS/SPW-K) - Zur heutigen dringlichen Anfrage der FPÖ im Wiener Gemeinderat, die das neue Hochhausprojekt in der Donaustadt neben dem Harry-Seidler-Turm thematisierte, zeigte sich SP-Gemeinderätin Muna Duzar verwundert darüber, dass die FPÖ dem Vorgängerprojekt eines Multiplex so nachtrauert: "Falls es den Freiheitlichen entgangen ist, der Kinobetrieb vor Ort wurde aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Außerdem sind viele Anrainerinnen und Anrainer der Meinung, dass das Gebäude architektonisch missglückt ist." Das vorliegende neue Hochhausprojekt werde von der Anrainerbevölkerung vielmehr sehr begrüßt. Ein Indiz dafür sei auch, dass bei der seit 2. Oktober eingerichteten Informations-Hotline, keine einzige Beschwerde eingegangen ist.

Weiters wies die SP-Gemeinderätin darauf hin, dass es in Wien klare Regeln für die Errichtung von Hochhäusern gebe. Seit mehr als 10 Jahren werden diese durch das Hochhauskonzept vorgegeben, das 2002 im Wiener Gemeinderat beschlossen wurde. "Angesichts der steigenden Bevölkerungsanzahl brauchen wir mehr Wohnungen, um Mietpreise niedrig zu halten. Dazu muss auch in die Höhe gebaut werden und dafür gibt es das Hochhauskonzept", so Duzdar. Das Areal neben dem Harry-Seidler-Turm gelte als Zone mit hoher Erschließungsqualität durch den öffentlichen Verkehr. "Die Entfernung zu den Öffis beträgt nicht einmal hundert Meter. Damit schaffen wir eine große Anzahl an Wohnungen und halten gleichzeitig den Autoverkehr auf niedrigem Niveau", betonte die Donaustädter Gemeinderätin.

Die Bürgereinbindung, so wie auch im Hochhauskonzept vorgesehen, sah Duzdar ebenfalls gewährleistet. Neben einer öffentlichen Präsentation der Ergebnisse des Architekturwettbewerbs, wurden zwei weitere Informationstage organisiert, sowie eine Info-Hotline eingerichtet. "Sofern massive Bedenken geäußert werden, gilt es diese natürlich zu berücksichtigen. Egal ob es die Durchlässigkeit der Türme betrifft oder die Sichtbeziehungen", signalisierte die SP-Gemeinderätin Bürgernähe, "jedenfalls dürfen wir uns als Stadt, trotz der Bewahrung unseres historischen Erbes, architektonischen Neuentwicklungen nicht verschließen."

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