WKÖ-Klacska: Gesamtverkehrsplan muss "Kick off" für Dialogprozess sein

Wirtschaft lehnt einseitige Kostenbelastungen einzelner Verkehrsträger ab - einzelne Stärken effizienter nutzen und ausbauen

Wien (OTS/PWK938) - "Ein Gesamtverkehrsplan für Österreich muss mehr als eine Auflistung von Vorhaben darstellen. Er muss ein Startpunkt für einen umfangreichen Dialogprozess sein, der den Wirtschaftsstandort Österreich weiter attraktiviert und den Bürgerinnen und Bürgern ein attraktives Mobilitätsangebot liefert", betont Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ, zu dem heute von Bundesministerin Bures präsentierten Konzept. "Unsere konkrete Forderung nach einem ganzheitlichen, verkehrsträgerübergreifenden Masterplan für die Mobilität ist allgemein bekannt und erhielt im Rahmen der letzten Sitzung des Wirtschaftsparlamentes in der WKÖ breite Unterstützung."

Die Wirtschaft sei bereit, sich in den geplanten verkehrspolitischen Dialog und den Umsetzungsprozess einzubringen und ihre Ideen für einen ökosozial-nachhaltigen Mobilitätsmix in der Personen- und Güterbeförderung einzubringen. "Dabei muss aber mit Weitsicht vorgegangen werden. Wir brauchen eine effiziente Komodalität der Verkehrsträger. Ein Gesamtverkehrsplan muss die Stärken von Straße, Schiene, Schifffahrt und Luftfahrt bei allen Verkehrsleistungen auf lokalen, regionalen und internationalen Distanzen fördern und Schnittstellen optimieren. Ideologisch motivierte einseitige Kostenbelastungen der Straße durch Mauterhöhungen für Lkw und Busse oder eine nationale Übererfüllung von EU-Normen zu Umweltvorschriften und Kontrollen sind strikt abzulehnen", stellt Klacska klar.

Damit schade man dem Wirtschaftsstandort Österreich unter dem Deckmantel der "Verkehrsökologisierung". "Auch tragen solche Maßnahmen nicht dazu bei den Verkehrsträger 'Schiene' grundsätzlich attraktiver zu machen", so Klacska.

Mit dem Donau-Korridor, der Brennerachse sowie dem Baltisch-Adriatischen Korridor verlaufen drei der zehn geplanten prioritären Verkehrskorridore Europas durch Österreich. Eine Aufnahme der Pyhrn-Schober-Achse sowie der Tauernachse in das Kernnetz des transeuropäischen Verkehrsnetzes ist aus Sicht der Wirtschaft als Ergänzung erforderlich. "Österreich hat mit der geplanten Einbettung in das transeuropäische Verkehrsnetz eine historische Chance, sich als Logistikdrehscheibe in Zentraleuropa zu etablieren. Die Bereitstellung und Aufrechterhaltung einer leistungsfähigen und zuverlässigen Infrastruktur sowie wirtschaftsverträgliche Rahmenbedingungen sind wesentlich für eine wettbewerbsfähige österreichische Wirtschaft, so Klacska. (PM)

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