"Orientierung": Hype um "Weltuntergang 2012" - ein Medienphänomen?

Außerdem am 16. Dezember: Kirche in Albanien kämpft gegen Blutrache

Wien (OTS) - Christoph Riedl präsentiert im ORF-Religionsmagazin "Orientierung" am Sonntag, dem 16. Dezember 2012, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Hype um "Weltuntergang 2012" - ein Medienphänomen?

Vulkanausbrüche, Flutwellen, der Einschlag eines Kometen - mehr oder minder realistische Weltuntergangsszenarien kursieren derzeit, vor allem im Internet, in Verbindung mit dem 21. Dezember 2012. An diesem Tag nämlich, so wird es da und dort kolportiert, soll die Zeitrechnung der Maya-Hochkultur zu Ende gehen. Anders sehen das seriöse Forscher: Der 21.12.2012 markiere für die Maya zwar einen wichtigen Epochenwechsel, mit dem Weltuntergang habe das freilich nichts zu tun. Doch woher kommt der Hype um das Ende der Welt? Welche Rolle spielen dabei Massenmedien und Katastrophenfilme wie Roland Emmerichs "2012"? Und in welchen Punkten unterscheiden sich "moderne" Weltuntergänge von früheren apokalyptischen Prophezeiungen? Im "Orientierung"-Interview: der evangelische Theologe Ulrich Körtner und der katholische Religionswissenschafter Franz Winter. Ein Bericht von Michael Weiß.

Mehr zum Thema: "kreuz und quer" zeigt am Dienstag, dem 18. Dezember, die Dokumentation "Apokalypse - Eine kleine Geschichte der Weltuntergänge" (22.30 Uhr) sowie anschließend eine Diskussion zum Thema "Das Ende der Welt - eine Chance?" (23.20 Uhr)

Tödliche Tradition: Kirche in Albanien kämpft gegen Blutrache

Blutrache ist in Albanien bis heute ein Problem: Zwar fehlen präzise Angaben über Blutrache-Opfer, doch Schätzungen reichen von 1.000 bis 10.000 Morden, die seit dem Fall des Kommunismus vor rund 20 Jahren aus Blutrache-Motiven begangen worden sind. Vor allem in Nordalbanien ist die tödliche Tradition noch weit verbreitet. Genau dort engagiert sich nun seit einigen Jahren die katholische Kirche des Landes verstärkt: einerseits, indem betroffene Familien unterstützt werden, andererseits mit einem Dekret, das potenziellen Blutrache-Mördern mit härtesten Kirchenstrafen droht. Ein "Orientierung"-Team hat mit Opfer-Familien und katholischen Bischöfen gesprochen. Ein Bericht von Christian Wehrschütz.

Mächtiger Mann im Vatikan: Präfekt Gerhard Ludwig Müller im Gespräch

Seine Ernennung zum Präfekten der Glaubenskongregation erfolgte im Juli dieses Jahres. Wenig später übersiedelte der mittlerweile emeritierte Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller nach Rom. Seither bekleidet der inzwischen zum Kurien-Erzbischof Ernannte jenes Amt, das einst auch Joseph Ratzinger innehatte. Keine leichte Aufgabe, wie er selbst anlässlich seines Amtsantritts zu verstehen gab. Erst kürzlich war Gerhard Ludwig Müller Gast in der deutschsprachigen Pfarre Santa Maria dell'Anima in Rom und ist dort dem ORF für ein Interview zur Verfügung gestanden. Ein Bericht von Mathilde Schwabeneder.

Zum Kosten verpflichtet: Muslime in Tourismusschulen

Schweinefleisch und Alkohol gelten als fixe Bestandteile der heimischen Küche und sind wohl auch deshalb wichtig in der Ausbildung an österreichischen Hotel- und Tourismusfachschulen. Doch es gibt Schülerinnen und Schüler, für die genau das Probleme bedeutet: für Muslime etwa, denen der Konsum von Schweinefleisch und Alkohol aus religiösen Gründen verboten ist. Von einer Verpflichtung zum Verkosten spricht das Unterrichtsministerium. Das sei für die Ausbildung notwendig. Wer sich weigere, habe mit schlechteren Noten zu rechnen. Ein "Orientierung"-Team hat in einer betroffenen Schule nachgefragt, wie muslimische Schülerinnen und Schüler mit dem Problem umgehen und Experten um ihre Einschätzung der Sachlage ersucht. Ein Bericht von Michael Weiß.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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