Sima/Maresch zu Korneuburg: Umweltminister Berlakovich muss endlich handeln!

Antrag im Wiener Gemeinderat gegen Einleitung von pestizidverseuchtem Wasser in die Donau!

Wien (OTS) - Als "völlig inakzeptabel" bezeichnen SPÖ-Umweltstadträtin Ulli Sima und der Umweltsprecher der Wiener Grünen, Rüdiger Maresch, das Schweigen des Umweltministers zur Causa Klosterneuburg. Dort wird seit Tagen pestizidbelastetes Wasser ungeklärt in die Donau eingeleitet. "Das ist ein Rückschritt in die umweltpolitische Steinzeit. Es kann nicht sein, dass im 21. Jahrhundert ungeklärte Wässer eingeleitet werden", betont Sima einmal mehr. Es könne auch nicht sein, dass ein Umweltminister, in dessen Kompetenz die oberste Wasserrechtsbehörde gehört, zu diesem Thema einfach nur schweigt.

Im Wiener Gemeinderat wird daher heute von SPÖ und Grünen eine Resolution eingebracht, in der Berlakovich aufgefordert wird, endlich aktiv zu werden und dafür zu sorgen, "dass kein kontaminiertes Wasser mehr in die Donau geleitet wird. Im Wege der mittelbaren Bundesverwaltung sind mit sofortiger Wirkung Filter- oder/und Oxidationsanlagen oder ähnliche technische Systeme zur Vorreinigung der Abwässer verpflichtend vorzuschreiben", so der Wortlaut im Antrag.

Die in Korneuburg nachgewiesenen Belastungen durch Pestizide, wie das Insektizid Thiamethoxam sowie das Herbizid Clopyralid, können negative ökologische Auswirkungen, insbesondere auf Pflanzen und Insekten haben. Die beiden Pestizide Thiamethoxam und Clopyralid sind als "sehr giftig" bzw. "giftig für Wasserorganismen" eingestuft. Thiamethoxam ist giftig für Bienen und andere Bestäuber.

"Es gibt darüber hinaus Beobachtungen von Anrainern, dass das kontaminierte Grundwasser, wenn es als Gießwasser verwendet wird, massive Schäden bei Pflanzen, insbesondere bei Tomaten und Kartoffeln, hervorruft", so Rüdiger Maresch.

Der Schutz der Gewässer ist von zentraler Bedeutung für die Erhaltung der Natur. Daher müssen sofort alle technischen Möglichkeiten wie modernste Filteranlagen oder andere technische Systeme eingesetzt werden, um zu verhindern, dass verunreinigtes Wasser in die Donau gelangt. Die aktuelle Debatte ist die Folge eines Chemieunfalls der Firma Kwizda im Jahr 2010.

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