FP-Frigo: Strukturreformen statt Gebührenerhöhungen bei der Wiener Rettung gefordert

Druck auf Rettungspersonal steigt durch falsches Management

Wien (OTS/fpd) - Die exorbitante Erhöhung der Transportgebühren der Rettung von 490 Euro im Jahr 2009 auf 598 Euro 2013 ist für die Wiener Patienten völlig unzumutbar, erklärt heute der Gesundheitssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Univ.-Prof. Dr. Peter Frigo.

Vordergründig wird diese Verteuerung durch eine Steigerung der Transporte auf 142.600 im Jahr 2013 und des Kilometergeldes auf 25 Euro begründet. Dies bedeutet eine Erhöhung um 3,6 Prozent, während die Inflation 2,7 Prozent ausmacht, die Pensionisten nur 1,8 Prozent mehr erhalten und die Beamten überhaupt mit einer Nulllohnrunde abgestraft werden. "In Wahrheit fehlt es an Strukturreformen - es fehlt der Arzt vor Ort, denn nur bei einem Drittel der Rettungseinsätze kommt es zu einer stationären Aufnahme im Krankenhaus. Geschätzt die Hälfte der Rettungseinsätze ist deshalb auch zu überdenken", so Frigo.

Ein Hausbesuch kostet einen Bruchteil von 598 Euro und der Patient erhält auch sofort eine Therapie und persönliche Betreuung. "Die Stärkung des Hausarztes statt eine Gebührenerhöhung bei der Rettung ist das Gebot der Stunde! Durch die Steigerung sinnloser Einsätze wird das Rettungspersonal belastet und demotiviert. Es kann nicht sein, dass allein wegen Ohrenschmerzen die Rettung ausfährt. Diese Lücke muss vom Haus- bzw. Facharzt geschlossen werden", fordert Frigo abschließend. (Schluss) hn

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