Korun fordert Schutz für in Österreich befindliche Kinder der Familie I.

Abschiebestopp von Tschetschenen bis zur endgültigen Klärung der Verhaftungsfälle

Wien (OTS) - "Es braucht dringend wirksamen Schutz für die in Österreich befindlichen Kinder des in Moskau verhafteten Herrn Rasambek I.", urgiert Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen. "Vor allem die zwei Töchter müssen weiterhin jeden einzelnen Tag bangen, ob nicht die Polizei vor der Tür steht und sie ebenfalls nach Russland abschiebt. Es ist an der Zeit, dass die Behörden hier eine offizielle Zusicherung des sicheren Aufenthalts geben."
"Die Asylfälle der Familie von Herrn Rasambek I. müssen neu aufgerollt werden. Auch der Fall von Herrn Rasambek I. selbst, der nach seiner Verhaftung unauffindbar ist, sowie seiner Frau und der zwei minderjährigen Töchter, die nun in Angst in Russland leben, müssen neu aufgerollt werden", fordert Korun.

"Ich begrüße, dass sich das Außenministerium - spät aber doch - nun auf die Suche nach Herrn I. macht. Aber nachdem man von offizieller Seite zwei Wochen zugewartet hat und Herr I. seit dieser Zeit verschollen bleibt, ist es nun fünf nach zwölf und es ist größtmöglicher Einsatz beider Behörden - des Innenministeriums und des Außenministeriums - in diesem Fall notwendig. Damit es in Zukunft nicht mehr zu solchen tragischen Fällen kommt, muss der Asylgerichtshof seine Verantwortung wahrnehmen und sich bei Beschwerdeverfahren selbst ein persönliches Bild von der Glaubwürdigkeit der Betroffenen machen", hält Korun fest.

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