Wr. Gemeinderat - SP-Peschek: Betriebe sollen sich ihrer sozialen Verantwortung stellen

"Wiener Ausbildungsgarantie" als Herzstück der Lehrlingsausbildung

Wien (OTS/SPW-K) - "Jugendliche sind für uns alle gleich viel wert und die Lehrausbildung ist ein fundamentaler Bestandteil der Berufsbildung und der Bildung als solches. Bildung, die die Basis bildet, um später eigene Träume, eigene Zielsetzungen zu verwirklichen!", erklärte SP-Gemeinderat Christoph Peschek gleich zu Beginn seiner Rede in der Aktuellen Stunde der Sitzung des Wiener Gemeinderates. Im Vergleich mit dem Resteuropa, wo teilweise die Jugendarbeitslosigkeit im Schnitt über 50 Prozent liege, sehe der "Wiener Weg" allerdings ganz anders aus: "Die Jugendarbeitslosigkeit in Europa ist eine Folge langgehegter VP- und FP-Forderungen nach Deregulierung, Privatisierung und Gewinnmaximierung. Für uns hingegen ist die Wiener Ausbildungsgarantie ein Herzstück und wir werden dafür auch international als Vorreiter anerkannt", so Peschek. Allein 39 Millionen Euro investiere Wien jährlich in den Arbeitsmarkt, dazu kämen noch weitere 4,61 Milliarden Euro nachfragewirksame Investitionen in die Wirtschaft und 1,82 Milliarden Euro in die Bildung. "1980 gab es noch 31.000 Lehrstellen, heute bilden nur mehr neun Prozent der Betriebe aus", berichtet Peschek. Auch Probleme bei den Lehrstellen dürfe man nicht kleinreden, aber hier gebe es bei den einzelnen Fraktionen eindeutig messbare Unterschiede:

"Auf der VP-FP-Seite wurde zwischen 2000 und 2006 die Probezeit um ein Monat verlängert und gleichzeitig die Behaltefrist nach der Lehrausbildung um ein Monat verkürzt. Die Konsequenz davon ist, dass 20 Prozent mehr Lehrlinge in der Probezeit ihren Job verlieren", kritisiert der Wiener Lehrlingssprecher. Aktuell forderten freiheitliche Wirtschaftsvertreter, dass die Arbeitszeit in der Berufsschule für Lehrlinge nicht mehr bezahlt wird. "Und da trauen Sie sich herzugehen und zu behaupten, Sie seien die Partei der Jugend?", wundert sich Peschek.

"Wir sind u.a. dafür, dass die Berufsschulen aufgewertet werden und jene Betriebe, die Lehrlinge ausbilden erhalten bessere Chancen auf Aufträge von der Stadt. Betriebe sollen sich ihrer sozialen Verantwortung stellen", unterstreicht Peschek die Umsetzung dieser langjährigen Gewerkschaftsforderung. "Jeder soll eine faire Chance erhalten seine Träume in dieser Stadt zu verwirklichen", beschließt Peschek seine Rede mit einer Botschaft der Ermunterung.

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