Köstinger: Importstopp von brasilianischem Rindfleisch prüfen

ÖVP-Abgeordnete stellt "dringende Anfrage" an EU-Kommission zur Sicherheit der EU-Konsumenten

Brüssel, 14. Dezember 2012 (OTS) Seit 2010 gibt es eine atypische Form der Rinderkrankheit BSE in Brasilien. Dies hat die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) vor wenigen Tagen bestätigt. "Die Kommission muss jetzt so schnell als möglich prüfen, ob eine Gefahr für die europäischen Konsumentinnen und Konsumenten besteht. Wenn ja, muss auch die EU die Importe
stoppen", fordert die Agrar- und Handelssprecherin der ÖVP im EU-Parlament, Elisabeth Köstinger. In der brasilianischen Region Paraná trat bereits im Jahr 2010 eine atypische Form der Rinderkrankheit BSE auf. Japan, China und Südafrika haben die Rindfleischimporte aus Brasilien bereits gestoppt. ****

In einer "dringenden Anfrage" an die EU-Kommission fordert die Abgeordnete Köstinger eine genaue Prüfung des vorliegenden Falls. "Im Jahr 2011 importierte die EU 18.000 Tonnen Rindfleisch aus Brasilien. Damit liegen wir weit vor China, Südafrika und Japan. Es ist also wahrscheinlich, dass gesundheitsgefährdendes Rindfleisch in der EU im Umlauf ist", warnt Köstinger. Die EU-Kommission muss nun innerhalb von drei Wochen auf Köstingers Anfrage antworten.

Aktuell verhandelt die Europäische Union ein Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten, denen auch Brasilien angehört. Die Verhandlungen stocken aber. "Hauptproblem sind offene Fragen im landwirtschaftlichen Bereich. Rindfleischimporte stehen da ganz
oben auf der Liste. Wie man sieht, zu Recht. Problematisch sind
aber auch die Kontrollen. Der aktuelle BSE-Fall ereignete sich bereits 2010. 14 Monate lang lag der Fall ungeklärt bei den brasilianischen Behörden, bis dieser erst jetzt von der OIE offiziell bestätigt wurde. Das ist viel zu lang", fasst Köstinger zusammen.

Bericht der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) über die neue Form von
BSEhttp://www.oie.int/wahis_2/temp/reports/en_imm_0000012682_201212-07_181754.pdf

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