Auer: Transporteure fühlen sich gegenüber der Landwirtschaft umsonst übervorteilt

Ausnahme von der Mitführpflicht auf Traktorfahrten im 10-km-Umkreis beschränkt

Wien (OTS) - "Die Spediteure und deren Wirtschaftskammer-Vertreter können doch nicht ernsthaft internationale Transporte, wo auf hochrangigen Straßennetzen Millionen von Gütertonnen quer durch Europa gefahren werden, mit Traktorfahrten auf Feld- und Dorfstraßen im Umkreis eines Bauernhofes vergleichen", wundert sich Bauernbund-Präsident Jakob Auer über eine Reaktion des WKÖ-Fachverbandes der Güterbeförderer auf die jüngst beschlossene Reparatur des Führerschein-Gesetzes, wonach Landwirte den Traktorführerschein ab 2013 nicht mehr mitführen müssen. Die Regelung gilt nur dann, wenn der Landwirt im engsten Umkreis des Bauernhofes unterwegs ist. "Immer schön langsam mit den jungen Pferden. Diese Kirche sollten wir buchstäblich im Dorf lassen und nicht in die weite Fernverkehrswelt exportieren", kann Auer die angebliche Benachteiligung der Güterbeförderer gegenüber der Landwirtschaft nicht nachvollziehen.

Ausnahme denkbar für internationale Transporte bis maximal zehn Kilometer

Sofern es den Güterbeförderern um Ausnahmen von der Mitführungspflicht für internationale Transporte innerhalb eines 10-km-Bannkreises ginge, "wäre ich natürlich jederzeit gesprächsbereit und würde mich dafür einsetzen, unnötige Bürokratiehürden und Kontrollen für Berufskraftfahrer abzubauen", betont Auer. "Bei internationalen Transporten auf einer 10-km-Kurzstrecke sind Ausnahmen denkbar", so der Präsident.

Anders als der Fachverband unterstellte, komme die Landwirtschaft aber "keineswegs in den Genuss einer neuen Ausnahme" - vielmehr habe sich die im Jahr 2011 geänderte Regelung als "völlig praxisfern erwiesen" und musste deshalb repariert werden. "Genau gesagt, gehen wir also wieder zur alten Regelung zurück. Und das ist gut so, weil wir auf den Dorf- und Feldstraßen wirklich keine unnötigen Schikanen aufkommen lassen müssen", so der Bauernbund-Präsident.
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