Heimische Autozulieferindustrie soll Forschung und Entwicklung forcieren

Studie: Konsequente Innovationsstrategie nötig

Wien (OTS/PWK937) - Die österreichische Automotive Zulieferindustrie blickt mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Im zu Ende gehenden Jahr 2012 wird sie voraussichtlich einen Produktionswert von 32,5 Mrd. Euro erreichen, das ist um 2,4 Prozent mehr als im Jahr 2011. Die Branche hält damit knapp sechs Prozent der österreichischen Gesamtwirtschaft. Wie eine Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts (IWI) gemeinsam mit der Technischen Universität (TU) Wien aufzeigt, steht die Branche jedoch vor einer Reihe von Herausforderungen.

So werden die Aktivitäten von Forschung und Entwicklung (F&E) immer stärker von den Herstellern zu den Zulieferern verlagert. "Daher ist eine effiziente F&E-Förderung für uns von hohem Interesse", betont Dietmar Schäfer, Geschäftsführer von ISI-Automotive und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Automotive Zulieferindustrie in der Wirtschaftskammer Österreich. Die indirekte steuerliche F&E-Förderung sei ein wichtiger Anreiz, auch der so genannte Innovationsscheck.Plus sei zu begrüßen. "Allerdings ist es notwendig, die bürokratischen Hürden für Förderungen zu verringern", so Schäfer.

Die Broschüre "Die Automotive Zulieferindustrie - Erfolgsmotor der österreichischen Volkswirtschaft", der die Studie von IWI und TU Wien zugrunde liegen, listet an weiteren Trends auf: Verlagerung von Einzelproduktherstellung zur Lieferung kompletter Funktionsgruppen, geändertes Mobilitätsverhalten der Endkunden sowie stärkere Bedachtnahme auf die Herstellung umweltgerechter Automobile.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind laut Schäfer mehrere Voraussetzungen zu erfüllen: "Wir benötigen mehr Fachkräfte, die nicht nur inhaltlich gut geschult sind, sondern auch Methoden-und Sozialkompetenz besitzen." Darüber hinaus bedürfe es einer konsequenten Innovationsstrategie und flexibler Produktionsbedingungen sowie konkurrenzfähiger Arbeitskosten. Schäfer abschließend: "Nur so können wir die Erfolgsgeschichte der österreichischen Automotiven Zulieferindustrie in Zukunft weiterschreiben." (us)

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