FP-Frank: Das Stadthallenbad ist trocken, ein Kinderhort in Wien schwimmt

Schwere Baumängel und Gesundheitsgefährdung vieler Kinder

Wien (OTS/fpd) - Das Kontrollamt der Stadt Wien hat aufgedeckt, dass es bei dem erst vor neun Jahren errichteten Volksschul- und Hortgebäude der Stadt Wien in der Vorgartenstraße im 2. Bezirk an allen Ecken und Enden feucht bzw. nass war. Wassereintritt im Bereich der Shedverglasungen, der vorgehängten Fassade, im Bereich des Turnsaales usw. - durch fehlende Dichtungen und Baumängel wäre ein neues Gebäude dem Verfall preisgegeben, hätte die Stadt Wien nicht selbst Hand angelegt und diese sowie eine Vielzahl anderer Mängel auf eigene Kosten - rund eine Million Euro - saniert. "Die ausführende Firma befindet sich im Konkurs, die Baubetreuung hat versagt und die Stadt Wien selbst ist ihrer Kontrollfunktion nur mangelhaft nachgekommen. Außerdem mussten Treppenanlagen aus Sicherheitsgründen gesperrt werden, Absturzsicherungen entsprachen nicht den Vorschriften etc. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen", berichtet heute die Wohnbausprecherin der FPÖ-Wien, LAbg. Henriette Frank.

Obwohl seit Jahren bekannt ist, dass das Wasser rot-braun aus den Leitungen fließt, ging man nur sehr zögerlich an die Sanierung. Gutachten wurden zwar eingeholt, allerdings bestätigten diese nur die Trinkwassertauglichkeit, es wurde jedoch nicht auf mögliche Keime untersucht. Stattdessen ließ man es dabei bewenden, einfach Mineralwasser auszuschenken. Erst durch die Veranlassung zur Überprüfung durch das Kontrollamt wurden erschreckende Details bekannt. Die Verkeimung mit dem Bakterium Pseudomonas aeruginosa ist insofern besorgniserregend, weil dadurch das Wasser weder für Trink-noch für hygienisch relevante Nutzzwecke (Händewaschen, Duschen etc.) geeignet war, sagt Frank.

Die MA 15, die zwar für wichtige Gesundheitsfragen, insbesondere für Maßnahmen der Verhütung, Früherfassung und Bekämpfung von Krankheiten des Menschen zu sorgen hat, fühlte sich nicht zuständig und der Ball wurde zwischen den einzelnen Magistratsdienststellen hin und her gespielt. Anscheinend dachte aber niemand an die Gesundheit der Kinder. Solch ein verantwortungsloses Verhalten auf dem Rücken unschuldiger Kinder auszutragen ist ungeheuerlich, so Frank, die abschließend fordert, die Verantwortlichen umgehend zur Rechenschaft ziehen. (Schluss) hn

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