Leitl: Die Urbefragung wirkt! Mehr Sicherheit und Entlastung für Selbständige

SVA-Generalversammlung beschließt Deckelung der Kostenanteile

Wien (OTS) - "Mit dem Vorsorgeprogramm 'Selbständig gesund' hat die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) einen Paradigmenwechsel eingeleitet und geht gemeinsam mit den Versicherten in Richtung Vorsorge, Eigenverantwortung und gesunder Lebensstil", betonte SVA-Obmann Präsident Christoph Leitl anlässlich der 21. Generalversammlung der SVA am Donnerstag, den 13. Dezember 2012, die in Wien stattgefunden hat. Im Rahmen der Generalversammlung wurde beschlossen, die Kostenanteile ab sofort mit fünf Prozent des Einkommens zu deckeln. "Damit ermöglichen wir eine weitere finanzielle Erleichterung für SVA-Versicherte", so Obmann Leitl.

"Die SVA hat mit der ersten Urbefragung in der Geschichte aller Sozialversicherungsträger den Weg der aktiven Mitgestaltung der Selbständigen gewählt und denen Gehör verschafft, die es wirklich betrifft - Österreichs Selbständige", betonte Obmann Leitl.

Insgesamt haben 120.000 Versicherte ihre Bedürfnisse deponiert. Mit mehrheitlicher Unterstützung wurde das Vorsorgeprogramm "Selbständig Gesund" bestätigt. "Die Urbefragung zeigt den Weg vor und die SVA arbeitet gemeinsam mit den Versicherten als eigenverantwortlichen Partnern darauf hin, Gesundheit zu erhalten und zu verbessern. Mit diesem bahnbrechenden Schritt, weg von der reinen Reparaturmedizin und hin zu einer aktiven Sozialversicherung als lebensbegleitender Gesundheitspartner, leistet die SVA Pionierarbeit. Die Urbefragung wirkt!", betonte Obmann Leitl. Über erste Erfolge zeigt sich Leitl erfreut: Die Zahl der Vorsorgeuntersuchungen ist im ersten Halbjahr 2012 verglichen mit dem Vorjahr bereits um über 40 Prozent gestiegen.

Im Hinblick auf konkrete Verbesserungen zur sozialen Absicherung und Entlastung für Selbständige hebt Obmann Leitl positiv hervor, dass die SVA mit dem fast doppelten Wochengeld und dem beitragsfreien Krankengeld Neu zentrale Forderungen erfolgreich durchgesetzt hat. Weitere Verbesserungen für Selbständige sind von der Bundesregierung in Vorbereitung: Künftig werden Wochengeldbezieher für den Zeitraum der Bezugsdauer vom Sozialversicherungsbeitrag befreit. Als Entlastung für Unternehmensgründer wird künftig ein zinsenfreier Aufschub der Versicherungs-Nachzahlung der ersten drei Jahre ermöglicht. Weiters ist eine Überbrückungshilfe bei Zahlungsschwierigkeiten geplant, um Selbständigen bei Bedarf unterstützend unter die Arme zu greifen.

Gesundheitsminister Alois Stöger zeigte sich erfreut, dass sich die SVA verstärkt und erfolgreich dem Thema Prävention widmet, denn "länger leben bei guter Gesundheit ist auch eines der Kernziele der Gesundheitsreform". Stöger lobte die Vertreter der SVA als wichtige Partner bei der Gesundheitsreform. "Wir haben einen wichtigen Schritt getan, das bereits sehr gute österreichische Gesundheitssystem noch besser zu gestalten. Dabei gilt es vor allem den Patienten und dessen Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen, um optimale Versorgung bieten zu können."

In seinem Rückblick zog SVA-Obmann Leitl positive Bilanz über das Jahr 2011. Im Bereich der Krankenversicherung konnte ein Gewinn von 4,6 Millionen Euro erwirtschaftet werden. "Im Jahr 2011 hat die SVA-Versichertengemeinschaft aufgrund der Hebesatzreduktion überproportional zur Budgetkonsolidierung beigetragen. Umso erfreulicher ist es, dass die SVA aus eigener Kraft ein positives Ergebnis für 2011 erzielen konnte", so Leitl. Die SVA als modernes, kundennahes Dienstleistungsunternehmen hat es erneut geschafft, die Verwaltungskosten mit nur 2,2 Prozent vom Gesamtaufwand auffallend gering zu halten, obwohl sich die Zahl der Versicherten um knapp 12.000 Personen im vergangenen Jahr erhöht hat.

Abschließend hielt Obmann Leitl fest, dass die Urbefragung wichtige Arbeitsaufträge für das bevorstehende Jahr 2013 geliefert hat. "Die Versicherten wünschen sich mehr Transparenz bei den Beitragsvorschreibungen, verbesserte individuelle Beratung und den Ausbau der Informationen im Internet. Die SVA ist auf dem Weg von der Behörde zum innovativen, kundenorientierten Dienstleistungsunternehmen. Zur Verbesserung unserer Serviceleistungen haben wir bereits wichtige Schritte gesetzt. Als nächste konkrete Aktion starten wir im Jahr 2013 eine Offensive zum Ausbau der e-Services".

SVA Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft

Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) ist der Sozialversicherungsträger für Österreichs Unternehmerinnen und Unternehmer. In ihrer Zuständigkeit für die gesetzliche Krankenversicherung der Selbständigen betreut die SVA rund 700.000 Kunden (davon 340.000 Aktive, 130.000 Pensionisten und 230.000 Angehörige), in ihrer Zuständigkeit für die gesetzliche Pensionsversicherung 360.000 Anspruchsberechtigte (300.000 Gewerbetreibende und 60.000 Freiberufler).

Als modernes Dienstleistungsunternehmen setzt die SVA auf Kundennähe, effiziente, schlanke Verwaltung und Aktionen wie "Fit zu mehr Erfolg" und den einzigartigen "SVA-Gesundheitshunderter", welche den Versicherten Motivation zur aktiven Prävention geben. Als erste Sozialversicherung legt die SVA den Fokus auf die Gesundheitsvorsorge und bietet mit der Gesundheitsversicherung "Selbständig Gesund" umfassende Vorsorgeleistungen an, die auf freiwilliger Basis beim Gesundbleiben oder -werden unterstützen.

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Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft
Mag. Patricia Gassner, MPhil
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