- 13.12.2012, 09:20:52
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ÖAMTC-Touristik: 24 beliebte Wintersportorte im Europa-Vergleich - was der Schiurlaub wirklich kostet (+Fotos, +Grafiken, +Video)
Kostenfalle Frankreich und Schweiz, Schnäppchenparadies Polen und Tschechien
Utl.: Kostenfalle Frankreich und Schweiz, Schnäppchenparadies Polen
und Tschechien =
Wien (OTS) - Viele starten demnächst in den Winterurlaub, der sich
oft als teures Vergnügen entpuppt. Gerade die ungeplanten,
vermeintlichen Kleinigkeiten können in Summe ein tiefes Loch in die
Geldbörse reißen. Damit die Kosten vor Ort nicht ungeplant aus dem
Ruder laufen, hat sich der ÖAMTC in Kooperation mit dem deutschen
Partnerclub ADAC für einen Vergleich in 24 europäischen
Wintersportorten auf Shoppingtour begeben. "Am meisten geschont wird
die Geldbörse in Tschechien und Polen. Die Schweiz ist mit Abstand am
teuersten", fasst ÖAMTC-Touristikerin Silvie Bergant die
Testergebnisse zusammen.
Insgesamt wurden 24 Wintersportorte in sieben Ländern getestet. Im
Gesamtergebnis erreichen sechs Orte die Wertung "sehr günstig", fünf
"günstig", sechs "durchschnittlich", einer "teuer" und sechs "sehr
teuer". Testverlierer und somit teuerster Ort bei den
Urlaubsnebenkosten im Europa-Vergleich ist Zermatt in der Schweiz.
Der Warenkorb mit den 31 getesteten Produkten kommt hier auf sage und
schreibe 571,04 Euro. Über alle Test-Orte hinweg kostete der
Warenkorb durchschnittlich 387,50 Euro. "Testsieger ist das
tschechische Spindlermühle im Riesengebirge, das mit einem Warenkorb
von 224,97 Euro mehr als die Hälfte günstiger ist als der
Testverlierer", so die ÖAMTC-Expertin. Auf den Rängen folgen
Zakopane/Polen, Oberwiesenthal/Deutschland, Bayrischzell/Deutschland
und Oberstdorf/Deutschland. An sechster Stelle findet sich
Ellmau/Österreich.
Spaghetti, Pommes und Co. können im Urlaub zum Luxus werden
Insbesondere der Einkehrschwung gestaltet sich oft teuer, vor
allem in Frankreich und in der Schweiz. Die Tester trafen in diesen
Ländern auf Preiswucher wie zum Beispiel Spaghetti in Zermatt/Schweiz
um mehr als 18 Euro oder eine Portion Pommes Frites um 8,50 Euro in
Chamonix/Frankreich. Österreich zählt mit durchschnittlich 8,58 Euro
für die Spaghetti zwar nicht unbedingt zu den Diskontern unter den
Wintersportländern, findet sich jedoch im oberen Mittelfeld wieder.
Am günstigsten speist man in Tschechien und Polen: Zwischen vier und
sechs Euro kostet in diesen Ländern das Pastavergnügen.
Ischgl und Lech sind die teuersten österreichischen Schiorte,
Ellmau ist am günstigsten
"Der günstigste Wintersportort in Österreich ist Ellmau in Tirol.
Als einziger von insgesamt acht getesteten österreichischen Schiorten
wurde Ellmau mit dem Prädikat 'sehr günstig' ausgezeichnet", weiß die
ÖAMTC-Reiseexpertin. Der durchschnittliche Preis für den Warenkorb
mit den 31 getesteten Produkten kommt hier auf 327,28 Euro. Als
"günstig" beurteilt wurde Mayrhofen/Tirol (356,83 Euro), eine
"durchschnittliche" Bewertung bei den Produktpreisen bekommen
Saalbach/Salzburg (378,97), Obertauern/Salzburg (381,09 Euro),
Schladming/Steiermark (396,72 Euro) und Kitzbühel/Tirol (401,30
Euro), während Ischgl/Tirol (446,42 Euro) und Lech/Vorarlberg (486,39
Euro) im ÖAMTC-Test mit "sehr teuer" abgeschnitten haben.
Für den Schiverleih muss man zum Beispiel in Ischgl im Schnitt
satte 27 Euro pro Tag hinblättern, in Lech 25 Euro, während in Ellmau
der Schiverleih mit durchschnittlichen 15 Euro pro Tag ein richtiges
Schnäppchen ist. "Speisen sind in Österreich im Europa-Vergleich
relativ günstig zu haben, bei den Getränken muss jedoch tief in die
Tasche gegriffen werden", sagt die ÖAMTC-Touristikerin. So liegt der
durchschnittliche Preis für einen Cappuccino in Österreich bei 3,02
Euro. Die Spanne erstreckt sich dabei von 2,58 Euro für den
Cappuccino in Ellmau bis hin zu mehr als 3,60 Euro in Ischgl und
Lech. "Ein positives Ergebnis ist bei den Produkten des Tagesbedarfs
- etwa Sonnencreme, Lippenpflege oder Schokoriegel - hervorzuheben.
Trotz prinzipiell hohen Preisniveaus in Lech sind diese Produkte dort
so günstig wie ansonsten nur in den beiden osteuropäischen
Testländern Polen und Tschechien", erklärt die ÖAMTC-Expertin.
So kann die Urlaubskasse geschont werden
"Wer die Wintersportausrüstung selber besitzt und nicht vor Ort
ausleiht, sollte bereits vor Antritt der Reise überprüfen, ob alles
komplett und intakt ist. Der Kauf von Zubehör am Urlaubsort kann
teuer werden, vor allem wenn keine Auswahl vorhanden ist", so der
Spar-Tipp der ÖAMTC-Touristikerin. Dasselbe gilt für Sonnencreme,
Lippenbalsam oder ähnliches. Denn in manchen Schiorten gibt es nur
wenige Supermärkte und diese bieten dann oft nur ein sehr exquisites
Sortiment an. "Beim Ausleihen von Ausrüstung gilt: Je länger die
Ausleihdauer, umso günstiger wird der Tagessatz. Auch Setpreise, zum
Beispiel Schi, Stöcke, Helm und Schischuhe, sollten in Betracht
gezogen werden. Zusätzliche Rabatte gibt es teilweise online, ein
Check bereits vor dem Urlaub kann sich also lohnen", weiß die
ÖAMTC-Expertin. Für den Tagesbedarf am Berg sollte berücksichtigt
werden, dass Schokoriegel, Wasser, Kekse oder ähnliches im Ort meist
günstiger zu haben sind als an der Liftstation oder am Berg. In sehr
vielen Schigebieten werden auch Gästekarten angeboten, die zum
Beispiel Rabatte für Pferdeschlittenfahrten oder für den Eintritt ins
Schwimmbad enthalten können.
Hintergrundinfos zur Testmethodik
Der erste Winternebenkostentest wurde vom ÖAMTC in Kooperation mit
dem deutschen Partnerclub ADAC durchgeführt. Die Tester waren in 24
beliebten Wintersportorten in Deutschland, Frankreich, Italien,
Österreich, Polen, der Schweiz und Tschechien unterwegs. Getestet
wurden die Preise von 31 typischen Produkten und Dienstleistungen
inklusive Mehrwertsteuer. Die Auswahl orientiert sich an den
Bedürfnissen eines erwachsenen Schifahrers. Die Produkte sind
eingeteilt in die Kategorien "Aktivitäten" (zum Beispiel Schikurs),
"Verleih" (Schiverleih, Langlaufausrüstung), "Gastronomie"
(Mittagessen auf der Hütte oder Abendessen im Ort), "Tagesbedarf"
(Sonnencreme, Schokoriegel und ähnliches) sowie "Zubehör" (zum
Beispiel Schibrille). Die Preise für ein bestimmtes Produkt oder eine
Dienstleistung wurden in bis zu fünf verschiedenen Einkaufsstätten
ermittelt.
Alle Details zu den Testergebnissen gibt es online unter
www.oeamtc.at/reise.
Aviso an die Redaktionen:
Bild- und Grafikmaterial zu dieser Aussendung gibt es im
ÖAMTC-Fotoservice unter www.oeamtc.at/presse. Sendefähiges
Filmmaterial ist über die ÖAMTC-Kommunikation erhältlich.
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