AKS: Zeig mir deine Eltern und ich sag dir deine Bildung

Bildungsstand der Eltern wird noch immer stark vererbt - AKS fordert ganztägige gemeinsame Schule

Wien (OTS) - Heute präsentierte Bildungsministerin Schmied die erste Vollerhebung der Bildungsstandards in Österreich. Rund 80.000 Schüler_innen wurden im Mai 2012 geprüft. Die Daten belegen ebenso wie zuletzt schon etliche andere Studien, dass in Österreich ein starker Zusammenhang zwischen dem Bildungsniveau der Eltern und dem der Kinder besteht.

"Noch immer wird in Österreich Bildung vererbt. Schüler_innen werden durch das jetzige Bildungssystem massivst eingeschränkt, da ein selbstbestimmter Bildungsweg nur schwer zu beschreiten ist", so Tatjana Gabrielli, Bundesvorsitzende der Aktion kritischer Schüler_innen (AKS). Aus den Ergebnissen geht ganz eindeutig hervor, dass Kinder deren Eltern einen Hochschulabschluss absolviert haben, die besten Resultate erreichen. Hingegen Schüler_innen, deren Eltern einen Pflichtschulabschluss oder eine Berufsausbildung haben, erreichen oftmals nicht die Bildungsstandards. Was aber nicht bedeute, dass "Kinder aus unteren sozialen Schichten dümmer sind", sondern einfach belege "dass das österreichische Bildungssystem soziale Unterschiede nicht ausgleicht, sondern sie einzementiert!", so Gabrielli weiter.

"Die durch das differenzierte Schulsystem und die Blockadepolitik der ÖVP entstandene Elitenbildung schadet uns allen und muss so schnell wie möglich abgeschafft werden.", ist Gabrielli überzeugt. "Auf Grund der erhobenen Daten müssen die Konsequenzen gezogen werden und die gemeinsame ganztägige Schule endlich umgesetzt werden", fordert die AKS Vorsitzende.

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Tatjana Gabrielli
Bundesvorsitzende der AKS
Tel: 0699 11408142
Mail: tatjana.gabrielli@aks.at

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