E-Wirtschaft ist wichtige Stütze des Ökostromausbaus

Ökostrombericht zeigt Bedeutung eines sinnvollen und marktgerechten Fördersystems

Wien (OTS) - Mit bereits jetzt bekannten Investitionsvorhaben im Umfang von mehr als 500 Millionen Euro und einer geplanten installierten Leistung von über 1500 Milliarden Kilowattstunden jährlich ist Österreichs E-Wirtschaft eine wichtige Stütze des Ausbaus der Ökostromproduktion in Österreich. Das entspricht einem Viertel der aktuellen Einspeisung von Ökostrom ins österreichische Netz und fast wöchentlich kommen neue Projekte dazu, erklärte Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie anlässlich der Veröffentlichung des Ökostromberichts 2012.

Der leichte Rückgang des geförderten Ökostroms 2011 ist aus Sicht der E-Wirtschaft hauptsächlich eine Frage der schlechten Wasserführung im vergangenen Jahr und der statistischen Zuordnung. Schmidt: "Wenn man jene Anlagen miteinbezieht, die das Förderregime bereits wieder verlassen haben, kommt aktuell zumindest jede siebente Kilowattstunde Strom, die in Österreich erzeugt wird, aus Ökostromanlagen. Dieser Anteil wird in den kommenden Jahren wieder zunehmen." Insgesamt stammen derzeit über 63 Prozent des Stroms in Österreich aus erneuerbaren Energien. Vorrangige Aufgabe sei es nun, den für den Ausbau der erneuerbaren Energien unbedingt erforderlichen Ausbau der Netzinfrastruktur durch geeignete Rahmenbedingungen zu gewährleisten. Das Ökostrompotenzial in Österreich hänge vor allem von seinen Rahmenbedingungen ab, die mit dem neuen Ökostromgesetz schon spürbar verbessert wurden. Der Ökostrombericht zeige daher deutlich die Bedeutung eines sinnvollen und marktgerechten Fördersystems.

Positive volkswirtschaftliche Auswirkungen

Durchaus positiv sind weiterhin die volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Ökostromausbaus, auch wenn es 2011 Rückschläge gegeben hat. So sanken laut Ökostrombericht die Beschäftigungseffekte des Ökostromausbaus bis 2032 - dem Jahr an dem die Förderungen für sämtliche Anlagen des bis 2020 ausgelegten Ökostromgesetzes enden werden - um rund ein Drittel. Schmidt: "Hier wirken sich die Preisbewegungen auf den Energiemärkten, die alle Stromproduzenten derzeit betreffen, auch auf die Ökostromanlagen aus. Österreich wird aber dadurch unabhängiger von Energieimporten und fossilen Energieträgern. Das ist auch ein erklärtes Ziel von Oesterreichs Energie."

Über Oesterreichs Energie

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Die rund 140 Mitgliedsunternehmen erzeugen mit knapp 21.000 Mitarbeitern mehr als 90 Prozent des österreichischen Stroms und betreiben die Transport- und Verteilnetze Österreichs. Die Stromproduktion der Mitglieder von Oesterreichs Energie erreichte 2010 rund 60 Milliarden Kilowattstunden, davon 60 Prozent aus nachhaltiger Wasserkraft.

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