Schultes: Energie aus Biomasse heißt: Geld bleibt in der Region

Vermeidung von Importen fossiler Energieträger durch Verwendung heimischer Bioenergie bringt 3,5 Milliarden Euro jährlich für die ländlichen Regionen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die Preise für Strom und Gas schaffen ein Unbehagen für die Heizsaison. Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2.500 Litern Heizöl muss ein Haushalt jetzt im Vergleich zum Vorjahr um rund 300 Euro mehr zahlen. Die Entwicklung im Zehn-Jahresvergleich zeigt einen enormen Anstieg von 165 Prozent. "Während die Nutzung fossilen Heizöls dem Einzelnen ein riesiges Loch in die Geldtasche brennt, knackt die OMV die Profitmilliarde und die Region geht leer aus. Dabei können heute schon durch die Nutzung heimischer Bioenergie 3,5 Milliarden Euro an Importen fossiler Energieträger vermieden werden" sagte heute, Dienstag, ÖVP-Umweltsprecher Abg. Hermann Schultes anlässlich des Hearings "Energie aus der Region: zukunftsfähig und nachhaltig" im Parlament.

Die 100prozentige Selbstversorgung mit im Inland produzierter erneuerbarer Energie ist auch weiterhin das Ziel bis 2050. Das bringt Österreich nicht nur Versorgungssicherheit für die Zukunft, sondern auch Arbeitsplätze. "Allein im Jahr 2010 konnten durch Erneuerbare Energien 38.000 Vollzeitarbeitskräfte als Arbeitseffekte in Österreich ausgewiesen werden, insgesamt zirka 210.000 in der Umweltbranche. In Österreich leben 290.000 Menschen von Wald und Holz. Damit ist die Forst- und Holzwirtschaft einer der größten Arbeitgeber des Landes. Die Wertschöpfung für die Energieholzproduktion beträgt mehr als 300 Millionen Euro im Jahr" führt Schultes aus.

"Das Beispiel einer real existierenden Biomasse-Fernwärmeanlage im Alpenvorland zeigt, mit einem Brennstoffeinsatz von 81.000 Schüttraummeter Hackgut pro Jahr bleiben 6,2 Millionen Euro in der Region, die nicht für Heizöl in andere Länder fließen. 100 Prozent der Anlagenkomponenten kommen von österreichischen Zulieferern und die jährliche Wartung und Instandhaltung wird auch zu 100 Prozent durch österreichische Unternehmen aus der Region durchgeführt. Die Fernwärme Gresten z.B. hat rund 80 Genossenschafter, welche das Holz für die Fernwärme in ihren Wäldern bereitstellen. Rein für die Rohstoffbeschaffung ist damit ein Zusatzeinkommen für 172 Arbeitskräfte gegeben. Während für den Kauf von Heizöl das Geld einfach nur in andere, wenig kooperative Staaten fließt, bleibt durch heimische erneuerbare Energieträger das Geld im eigenen Land und stärkt die Wirtschaftskraft unserer Regionen", so Schultes abschließend.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0003