ORF-Premiere für "Die kleine Lady": Topbesetzter Familienfilm mit Hörbiger, Schöne und Ferres

ORF/ZDF-Verfilmung in Anlehnung an den Klassiker "Der kleine Lord"

Wien (OTS) - Lord und Lady im ORF! Während der Klassiker "Der kleine Lord" bereits seinen Fixplatz im ORF-Weihnachtsprogramm (25. Dezember, 10.20 Uhr, ORF eins) hat, bekommt er dieses Jahr weibliche Verstärkung. In Anlehnung an den Literaturklassiker macht Christiane Hörbiger am Mittwoch, dem 12. Dezember 2012, um 20.15 Uhr in ORF 2 Philippa Schöne auf Schloss Grafenegg zur "kleinen Lady". Im Mittelpunkt der Geschichte steht die neunjährige Emily Ernest (Philippa Schöne), die auf dem Schloss ihrer Großmutter Gräfin von Liebenfels (Christiane Hörbiger) zur Aristokratin erzogen werden soll. Unterstützt wird Emily dabei von ihrer Freundin Frau Hobbs (Veronica Ferres), die ihre kleine Lady nicht so einfach ihrem Schicksal überlässt. Neben Hörbiger, Ferres und Schöne sind weiters Xaver Hutter, Christiane Filangieri und Stefania Rocca dabei. Regie führt Gernot Roll nach einem Drehbuch von Lavina Dawson, Tanya Fenmore und Chris Boyle. Prominent ist nicht nur die Besetzung der "kleinen Lady", sondern auch der Komponist der immer wieder vorkommenden Spieluhrmelodie. Kein Geringerer als Udo Jürgens komponierte eigens für den Film das Spieluhrlied "Die kleine Lady".

Christiane Hörbiger: "Es ist ein Film, wo die Großmutter und die Enkelin und die Mutter dazwischen Freude haben werden"

"Es ist ein wunderbares Märchen", sagt Christiane Hörbiger und erinnert sich an ihre Reaktion auf das Angebot: "Ich habe mich furchtbar gefreut. Und ich habe mich vor allem auch darauf gefreut, wieder mit Gernot Roll zu arbeiten. Ich wusste ja schon lange davon, und ich glaube, dass es ein idealer Film ist für ein Familienprogramm, wo die Großmutter und die Enkelin und die Mutter dazwischen ihre Freude haben werden." Neben der Zusammenarbeit mit Gernot Roll war aber auch die Vorlage "Der kleine Lord" ein Anreiz für Hörbiger: "Mich hat natürlich auch gereizt, dass ich eine Rolle spielen darf, die seinerzeit Alec Guinness als Mann so wunderbar gemacht hat. Unser Film ist natürlich anders. Frauen reagieren anders als Männer. Das ist vollkommen klar. Vom weiblichen Standpunkt her gesehen sind die doch emotionaler, und es ist sehr fordernd, sich in der Rolle vollkommen zurückzuhalten, keine Emotionen rauszulassen." Über die Dreharbeiten auf Schloss Grafenegg erinnert sich die Schauspielerin: "Es war sehr kalt. Ich hab doch fast zweieinhalb Stunden Maske gebraucht. Das waren ja alles wunderbare Kostüme mit den teuersten Stoffen, die man sich nur denken kann, die aber aus vorhandenem Material geschneidert wurden. Mein Maskenbildner hat sich dann mit der historischen Frisur auch nochmal auseinandergesetzt, hat viel herumprobiert - kurz und gut, ich brauchte einfach an die zweieinhalb Stunden, bis ich hergerichtet war."

Philippa Schöne: "Als Lady, da sind immer alle so fein und angespannt. Da wäre ich schon lieber ein Straßenmädchen"

Philippa Schöne spielt die "kleine Lady". An den Dreh denkt die junge Schauspielerin gerne zurück: "Das Spielen hat mir richtig Spaß gemacht. Beim Lesen des Drehbuchs konnte ich mir das noch nicht so richtig vorstellen, aber beim Drehen lernte ich die Emily, die ich da spiele, immer besser kennen. Wenn ich was nicht verstanden habe, hat mir der Regisseur alles erklärt." Besonders die Dreharbeiten auf Schloss Grafenegg haben ihr gefallen: "Das war sehr schön. Erst fand ich mich da oft gar nicht zurecht und wusste nicht mehr, wo was war und so. Aber am Ende fühlte ich mich fast schon ein bisschen wie zu Hause." Allerdings wenn sie wählen müsste zwischen Straßenkind und Prinzessin: "Hm, als Lady, da sind immer alle so fein und angespannt. Da wäre ich schon lieber ein Straßenmädchen. Das finde ich irgendwie spannender. Wenn wir bei meinen Großeltern sind, tobe ich dort auch am liebsten mit anderen Kindern im Garten."

Veronica Ferres: "Es ist eine wunderbare, freche Rolle"

Veronica Ferres über die Rolle: "Es ist eine wunderbare, freche Rolle. Unter der Regie von Gernot Roll entstand ein grandios komischer Film, und es hat mir unglaublich viel Freude bereitet, neben der großartigen Christiane Hörbiger in diesem Film mitzuwirken. Ich konnte 'dem Affen nur Zucker geben' und die Rolle mit meiner Fantasie füllen. Gerade der starke Tobak macht den Reiz dieser Rolle aus - Dinge zu tun, die aus damaliger Sicht für Frauen verboten waren." Und weiter: "Gerade weil 'Der kleine Lord' ein Klassiker ist, war es besonders spannend, ihn als modernes Mädchen mit weiblicher Besetzung neu aufleben zu lassen. Diese neue Sichtweise macht den Film ganz besonders."

Mehr zum Inhalt von "Die kleine Lady"

Emily Ernest (Philippa Schöne) ist ein aufgewecktes Mädchen im New York des späten 19. Jahrhunderts, wo sie mit ihrer jung verwitweten Mutter (Christiane Filangieri) in ärmlichen Verhältnissen lebt. Das Mädchen verbringt viel Zeit im Geschäft ihrer Freundin, der unangepassten Frau Hobbs (Veronica Ferres), die aufgrund ihrer kämpferischen Reden für die Rechte der Frauen auch schon einmal im Gefängnis landet. Wie sich herausstellt, ist Emily die einzige verbliebene Erbin der Gräfin von Liebenfels (Christiane Hörbiger). Ihrem Sohn konnte die Gräfin nie verzeihen, dass er nicht standesgemäß geheiratet hat. Doch nun, da sie älter wird, schickt die Gräfin Familienanwalt von Havenegg (Xaver Hutter) nach New York, um die Enkelin nach Österreich zu holen. Auf dem Schloss soll Emily, getrennt von ihrer Mutter, zur würdigen Aristokratin erzogen werden. Das Mädchen trifft in der ihm fremden Welt auf eine tief verhärmte, in ihren Konventionen erstarrte Frau. Von der strengen Fassade lässt sich die selbstbewusste kleine New Yorkerin aber nicht abschrecken. Mit ihrer aufgeweckten und lebhaften Art bringt Emily neues Leben in die alten Gemäuer und selbst die resolute Gräfin kann sich dem offenherzigen Charme der kleinen Lady bald nicht mehr entziehen. Da taucht eines Tages eine Betrügerin auf und behauptet, ihr Sohn sei der rechtmäßige Erbe.

"Die kleine Lady" ist eine Produktion der Lucky Bird Pictures GmbH (ehemals Yellow Bird Pictures GmbH) und Lotus-Film GmbH, in Koproduktion mit ORF und ZDF, gefördert durch Fernsehfonds Austria, FFF Bayern und Land Niederösterreich mit Unterstützung von MEDIA Programm der Europäischen Union.

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