IT senkt die Kosten in der Sozialversicherung

Hauptverband präsentiert Erfolgsbericht "Moderne Informationstechnologie für 8,4 Millionen Menschen in Österreich"

Wien (OTS) - Der Hauptverband und die Sozialversicherungsträger haben gemeinsam mit ihren IT-Tochterunternehmen ITSV-GmbH. und SVC GmbH. seit dem Jahr 2003 eine komplette Erneuerung ihrer EDV-Anwendungen, die Konsolidierung der Rechenzentren und die Einführung der e-card durchgeführt. Vom Meldewesen der Unternehmen an die Sozialversicherung, dem Nachweis des Leistungsanspruchs der Versicherten, über die Krankmeldung durch die Ärzte und Ärztinnen an die Krankenversicherungen bis zum gesamten Abrechnungswesen mit insgesamt 26.000 Vertragspartnern: Die Sozialversicherung braucht im Jahr 2012 keinen Vergleich mit modernen Dienstleistungsunternehmen scheuen. "Hohe IT-Investitionen führten in den vergangenen Jahren nicht nur zu diesem Imagewandel", so der für die IT im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger zuständige stv. Generaldirektor, Volker Schörghofer, "sondern auch dazu, dass die Verwaltungskosten gemessen an den Beitragseinnahmen nahezu konstant gehalten werden konnten bzw. sogar leicht gesunken sind".
So sind die Beitragseinnahmen der Sozialversicherung von 39,4 Mrd. Euro im Jahr 2005 auf 50,5 Mrd. Euro im Jahr 2011 gestiegen. Die dafür angefallenen anteiligen Verwaltungskosten aber sind von 2,2 % (2005) auf 2,1 % (2011) leicht gefallen. Im Kalenderjahr 2011 betrugen die IT-Gesamtkosten aller Sozialversicherungsträger, des Hauptverbandes, der Kosten für die e-card inkl. SVC, des Drittel-Anteils an der ELGA-GmbH. sowie des Gesellschafteranteils der ITSV GmbH und den IT-Kosten der SVD GmbH rund 244,3 Mio. Euro.
Trotz wachsender Aufgaben konnte das IT-Budget seit dem Jahr 2005 mit einem Plus von rund 1,5 Prozent konstant gehalten werden. Im Vergleich dazu stieg der Verbraucherpreisindex (Quelle: Statistik Austria, Basis 2005) um 13,1 Prozent.
Die durch die IT ausgelösten Veränderungen bedeuten für die Sozialversicherung sowohl im Service- als auch im Fachbereich eine ebenso große Herausforderung, wie der technische Wandel. Obwohl der gesamte Personalstand der Sozialversicherung seit 2007 mit rund 26.000 Mitarbeitern bis 2011 nahezu konstant geblieben ist, ist die Zahl der MitarbeiterInnen im IT-Bereich von 1.122 Personen im Jahr 2007 auf 1.340 Personen im Jahr 2011 gestiegen. Gleichzeitig wurde die Anzahl der externen IT-MitarbeiterInnen wesentlich reduziert. Schörghofer. "Damit wurden die Kosten optimiert, da die externen Ressourcen wesentlich teurer sind, als die Internen. Denn es hat sich als wesentlich kosteneffizienter - vor allem aufgrund des Fachwissens - herausgestellt, die Entwicklung, Service und Betrieb der IT innerhalb der Sozialversicherung durchzuführen".
Aus technischer Sicht wird diese Veränderung im nun vorliegenden Bericht "Moderne IT für 8,4 Millionen Menschen in Österreich" äußerst eindrucksvoll dokumentiert: dies reicht von der Zusammenlegung der Rechenzentren über die Errichtung und Ausrollung des e-card-Systems bis hin zur Entwicklung und Implementierung von zuvor erwähnten Standardprodukten der Sozialversicherung. Erst letztere machen es möglich, dass die Sozialversicherung ihre drei wesentlichen Kernaufgaben - Meldewesen, Leistungswesen und Abrechnung mit den Vertragspartnern - modern, sicher und effizient wahrnehmen kann. Siegfried Schluckner, Obmann der Salzburger Gebietskrankenkasse und Aufsichtsratsvorsitzender der ITSV GmbH.: "Mit der Strategie "Einer für Alle - Alles für Einen" wurde das Innenverhältnis der Sozialversicherungsträger zweifellos in den vergangenen Jahren enger. Im Interesse der Versicherten und der VertragspartnerInnen gaben die Sozialversicherungsträger freiwillig ein Stück ihrer Autonomie auf und sprangen oftmals über ihren eigenen Schatten".
Die Versicherten (Kunden) erleben die Modernität der Sozialversicherung in vielfältiger Weise. Am intensivsten war die Modernisierung und der durch die Informationstechnologie ausgelöste Wandel sicher in Form der e-card, dem Schlüssel zum Gesundheitswesen, spürbar. Gleich ob beim Arzt oder anderen Vertragspartnern als Nachweis für einen Behandlungs- oder Leistungsanspruch, in Zukunft als die persönliche Ermächtigung für den Arzt auf elektronischem Weg Befunde abzurufen oder bei den Apothekern die Wechselwirkungen von Medikamenten zu überprüfen. Und nicht zuletzt, um - zertifiziert als Bürgerkarte - elektronische Dienste der Sozialversicherung, wie die jährliche Leistungsinformation (LIVE) oder das elektronische Pensionskonto von zu Hause aus abzurufen "Nicht umsonst ist der e-card im vorliegenden IT-Bericht breiterer Raum gegeben, als anderen IT-Vorhaben, die aus interner Sicht zumindest einen ebenso, wenn nicht sogar höheren Stellenwert für eine moderne und effizient arbeitende Sozialversicherung haben", so der Vorsitzende des Verbandsvorstands im Hauptverband, Hans Jörg Schelling, abschließend.

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