Binder-Maier/Ernst: Höheres Wochengeld für selbstständige Mütter bringt eine lang geforderte Verbesserung bei der sozialen Absicherung

Wirtschaftsverband NÖ/SPÖ-Frauen NÖ verlangen weitere Maßnahmen für Kleinunternehmerinnen und Kleinunternehmer

St. Pölten (OTS) - Ein wichtiger Schritt für eine stärkere soziale Absicherung der UnternehmerInnen sind für den Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband Niederösterreich (SWV NÖ) und die SPÖ-Frauen NÖ die nun im Nationalrat beschlossene Erhöhung des Wochengelds für Unternehmerinnen und die Einführung eines Krankengelds für Selbstständige.
"Die beiden Maßnahmen sind vor allem für Klein- und EinpersonenunternehmerInnen eine echte Unterstützung. Sie bringen nicht nur mehr soziale Sicherheit, sondern auch mehr Gerechtigkeit", erklären Wirtschaftsverband NÖ-Präsident KommR Günter Ernst und die Vorsitzende der SPÖ-Frauen Niederösterreich, NRAbg. Gabriele Binder-Maier. "Besonders die Absicherung im Krankheitsfall muss aber noch weiter ausgebaut werden."

"Selbstständige Mütter erhalten ab 1. Jänner 2013 ein Wochengeld von 50 Euro pro Tag. Das ist deutlich mehr als jene rund 27 Euro, die die Unternehmerinnen bisher erhielten. Geplant ist weiters, dass die Bezieherinnen von Wochengeld künftig von der Zahlung der Versicherungsbeiträge befreit werden, was zu einer finanziellen Entlastung führen wird. Mit diesen Verbesserungen wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum Wohl von Mutter und Kind deutlich erleichtert", so Gabriele Binder-Maier.

"Mit der Erhöhung des Wochengelds finden selbstständige Mütter gerechterweise nun ähnliche Bedingungen wie Arbeitnehmerinnen vor, die ein Wochengeld in Höhe des Nettoverdienstes erhalten", stellt Günter Ernst fest. "Wie notwendig diese Anhebung ist, zeigt sich daran, dass sich viele Unternehmerinnen in der Vergangenheit aufgrund des niedrigen Wochengelds den Mutterschutz nicht leisten konnten und vor der Geburt des Kindes länger arbeiten bzw. danach wieder früher ihre Tätigkeit aufnehmen mussten."

Mit der Einführung eines Krankengelds für UnternehmerInnen mit Jahresbeginn 2013 wird eine weitere Forderung aufgegriffen, für die sich der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband NÖ auf Bundes- und Landesebene seit langem einsetzt. UnternehmerInnen mit weniger als 25 MitarbeiterInnen erhalten ab der sechsten Woche der Arbeitsunfähigkeit ein Krankengeld in Höhe von rund 27 Euro pro Tag -für maximal 20 Wochen bei ein und derselben Krankheit.

"Das ist eine entscheidende Verbesserung. Denn gerade KleinunternehmerInnen haben bei Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit keinerlei Einkünfte. Deshalb sollte rasch ein weiterer Schritt gesetzt werden, damit EinpersonenunternehmerInnen und Selbstständige mit ein bis zwei MitarbeiterInnen bereits ab dem ersten Tag des Krankenstands das Krankengeld beziehen können", verlangt Günter Ernst. "Für zahlreiche Gewerbetreibende ist es einfach nicht möglich, sechs Wochen lang ohne Einkünfte auszukommen. Mit einem früheren Bezug des Krankengelds könnte in vielen Fällen verhindert werden, dass durch die Erkrankung des Firmeninhabers der Weiterbestand des Betriebs und der Arbeitsplätze gefährdet wird."

"Die Zahl an Betriebsgründungen ist in Niederösterreich sehr hoch. Und für mehr als die Hälfte dieser Gründungen zeichnen mittlerweile Unternehmerinnen verantwortlich. Dazu kommt, dass rund 60 Prozent unserer Betriebe Einpersonenunternehmen sind. Das verdeutlicht, wie wichtig die nun erfolgten Maßnahmen für deren soziale Absicherung sind, und wie nötig es ist, dass es umgehend zu weiteren Verbesserungen kommt", berichtet Gabriele Binder-Maier.

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