Hundstorfer bei ILO-Konferenz "Menschenwürdige Arbeit" in Moskau

Arbeitsmarkterfolge in Österreich wegen Investitionen in die Jugendbeschäftigung

Wien/Moskau (OTS/BMASK) - Sozialminister Rudolf Hundstorfer nimmt heute an der Konferenz zu menschenwürdige Arbeit in Moskau teil. Die Konferenz wurde von der Russischen Föderation und von der ILO (International Labour Organisation) organisiert. Das Hauptziel der Konferenz ist es, den sozialen Dialog zu fördern und Meinungen und Erfahrungen bei der Umsetzung der Agenda für menschenwürdige Arbeit unter den derzeitigen schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen auszutauschen. ****

Die ILO hat mit ihrer Agenda für menschenwürdige Arbeit (Decent Work Agenda, 1999) ihre Arbeit auf vier strategische Ziele ausgerichtet: Umsetzung der Kernarbeitsnormen, menschenwürdige Beschäftigungsmöglichkeiten mit ausreichendem Einkommen, die Stärkung der sozialen Sicherheit, sowie Stärkung des Dialogs zwischen den Sozialpartnern. Jüngste Erfahrungen zeigen, dass jene Länder, die eine auf Schaffung von Arbeitsplätzen und die Wahrung des sozialen Gleichgewichts ausgerichtete Politik verfolgen, die Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise am besten verkraftet haben, so Hundstorfer. Reguläre Beschäftigung ist eine zentrale Voraussetzung, um die Armut weltweit nachhaltig zu bekämpfen. Seit 2008 ist daher die Schaffung von menschenwürdiger und produktiver Arbeit Bestandteil der Millenniums-Entwicklungsziele der UN.

Bei der Konferenz nehmen VertreterInnen aus 70 Staaten teil, darunter mehr als 20 MinisterInnen, sowie VertreterInnen von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände.
Sozialminister Hundstorfer beschrieb in Moskau die aktuellen und zukünftigen demographischen Herausforderungen und die sich daraus ergebenden Folgen für den Arbeitsmarkt. Er präsentierte effektive Maßnahmen und Investitionen zur Erhöhung der Gesundheit und der Beschäftigung älterer Personen in Österreich.
Weitere Schwerpunkte seiner Rede waren österreichische Ansätze in der Arbeitsmarktpolitik für Frauen und Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit.

Hundstorfer: "Wir haben in Österreich nicht auch zuletzt deswegen Erfolg, weil wir offensiv in die Jugendbeschäftigung investieren. Zugleich nutzen wir die Chancen, die sich aus den gesellschaftlichen Veränderungen ergeben und setzen eine Vielzahl an Maßnahmen, damit Menschen länger gesund am Arbeitsplatz verbleiben. Denn nur die höchst mögliche Integration aller Altersgruppen in den Arbeitsmarkt sichert auch am besten unsere Sozial- und Pensionssysteme und damit unserer Lebensqualität." (Schluss)

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