"Gesundheit hat kein Alter": Richtungweisend

Gesundheitsförderung in der stationären Altenbetreuung und -pflege

Wien (OTS) - Während in der Vergangenheit hochaltrige, pflegebedürftige Menschen von Gesundheitsförderungs-Initiativen und -Studien häufig ausgeschlossen waren, ging man zuletzt in Wien einen neuen Weg. PensionistInnen-Wohnhäuser sind Lebens- und Arbeitswelt -für viele Menschen, mit jeweils sehr unterschiedlichen Bedürfnissen. Hier setzte das Wiener Pilotprojekt "Gesundheit hat kein Alter" an. In Einrichtungen des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP) wurde in den zwei Jahren der Projektlaufzeit - orientiert am Vier-Phasen-Ansatz des Public Health Action Cycle" - zusammen gearbeitet. Auf Bedarfserhebungen und Strategieentwicklung folgten die Umsetzung von Maßnahmen und die Evaluierung der Ergebnisse. So konnten etwa durch die wissenschaftlich fundierte Mobilitätsintervention "Bewegtes Leben" innerhalb eines halben Jahres messbare Veränderungen in der Mobilität und damit in der Selbstständigkeit der alten Menschen erreicht werden. Die Verwendung von Gehhilfen nahm ab, der Aktionsradius der SeniorInnen wurde größer. Gleichzeitig wurde der Gesundheitszustand auch subjektiv deutlich besser eingeschätzt. Für Gabriele Graumann, Geschäftsführerin des KWP, liegt auf der Hand: "Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg des Projekts war zweifellos, dass über den gesamten Prozess wirklich alle relevanten Gruppen - von den BewohnerInnen und ihren Angehörigen über die MitarbeiterInnen, fix angestellt und ehrenamtlich, bis hin zum Management - einbezogen waren." Dr. Josef Probst, Generaldirektor-Stellvertreter im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, freut sich über die Ergebnisse: "Wir konnten im Rahmen des Projekts Menschen unterstützen, Selbstständigkeit zurück zu gewinnen. BewohnerInnen, die sich nicht mehr getraut hatten das SeniorInnenwohnhaus zu verlassen, fahren wieder mit der U-Bahn und nehmen intensiver am Leben in Wien teil." Und Dennis Beck, Geschäftsführer der Wiener Gesundheitsförderung, ist sicher: "Mit den Erfahrungen und Ergebnissen aus 'Gesundheit hat kein Alter' haben wir ein wertvolles Instrument, um die Gesundheitsförderung im Setting PensionistInnen-Wohnhaus zielorientiert weiterführen zu können." Dazu laufen auch bereits intensive Gespräche mit dem KWP. Zwt.:
Abschließende Fachkonferenz im Wiener Rathaus Internationale Strategien und Erfahrungen in der stationären Altenbetreuung und -pflege standen heute auch im Mittelpunkt der abschließenden Fachtagung im Wiener Rathaus. In Workshops wurden Praxisbeispiele präsentiert und eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion beschäftigte sich mit der Bedeutung von "Healthy Ageing" für Österreich. Ab Anfang Jänner stehen alle Fachvorträge auf www.gesundheithatkeinalter.at zur Verfügung. Finanziert wurde das Pilotprojekt "Gesundheit hat kein Alter" vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, der Wiener Gesundheitsförderung und dem Fonds Gesundes Österreich. Die praktische Umsetzung erfolgte in drei "Häusern zum Leben" des KWP. Wissenschaftlich begleitet wurde "Gesundheit hat kein Alter" vom Ludwig Boltzmann Institut für Gesundheitsförderungsforschung.

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Wiener Gesundheitsförderung gemeinnützige GmbH - WiG Franziska Renner Tel.: 01/4000 76921 franziska.renner@wig.or.at www.wig.or.at Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser Mag.a Heike Warmuth Pressesprecherin Telefon: 01/313 99 DW 170 231, 0676/83 250 247 E-Mail: heike.warmuth@kwp.at www.haeuser-zum-leben.com Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger Mag. Sascha Müller Tel.: 01 71132/3111 mailto: sascha.mueller@hvb.sozvers.at

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