"profil": Neue Vorwürfe gegen Ronald Lauder in IKG-Affäre

"profil" veröffentlicht umstrittenen Brief von Kultusgemeinde-Präsident Deutsch - WJC-Präsident Lauder soll 550.000 Euro auf Treuhänderkonto eingezahlt haben

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet in seiner Montag erscheinenden Ausgabe über neue Details zu Vorwürfen in Zusammenhang mit den jüngsten Wahlen in der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG). "profil" veröffentlicht Details aus dem Brief des IKG-Präsidenten Oskar Deutsch an Vertreter des European Jewish Congress (EJC), in dem Ronald S. Lauder, Präsident des World Jewish Congress, versuchter Stimmenkauf vorgeworfen wird. Laut dem Schreiben hätte Lauder verschiedenen Fraktionen "einen namhaften Geldbetrag" geboten, sollten sie den Spitzenkandidaten der Liste Chaj, Martin Engelberg, im neuen Kultusrat zum IKG-Präsidenten wählen. Zuletzt sei es um einen Betrag von insgesamt 4,5 Millionen Euro gegangen - "all of them offered and guaranteed by Ronald S. Lauder", so der IKG-Präsident im Original. Tatsächlich existiert laut "profil"-Informationen eine von Lauder unterschriebene, an verschiedene Gruppierungen gerichtete Erklärung, er habe auf einem Treuhandkonto des Wiener Anwalts Daniel Charim bereits 550.000 Euro deponiert. Die IKG-Führung soll das Lauder belastende Schreiben bei einem Rabbiner deponiert haben.

In seinem Brief an den European Jewish Congress wählt Deutsch "profil" zufolge drastische Worte: "Wir sind in der Lage, Antisemiten und Feinde des Jüdischen Volkes zu bekämpfen, aber wir können nicht überleben, wenn jüdische Führungspersönlichkeiten, die uns schützen und repräsentieren sollten, versuchen, unsere Wahlen zu kaufen."

Laut "profil" Informationen plant der EJC nun eine Untersuchung der Affäre.

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