• 07.12.2012, 12:36:06
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VP-Holdhaus ad Sima: Kompetenzwirrwarr beim Winterdienst beenden

ÖVP Wien Gemeinderätin fordert umfassendes Maßnahmenpaket

Utl.: ÖVP Wien Gemeinderätin fordert umfassendes Maßnahmenpaket =

Wien (OTS) - "Schon allein die Tatsache, dass Stadträtin Sima jedes
Jahr bei ihrer Winterdienst-PK die Zuständigkeiten für die
Straßenreinigung neu erklären muss, zeigt deutlich, dass das
Kompetenzwirrwarr in diesem Bereich nach wie vor vorhanden ist und
Mitschuld an dem alljährlichen Chaos infolge von Wintereinbrüchen
hat", kritisierte heute die Umweltsprecherin der ÖVP Wien Karin
Holdhaus. Das ewige Hin und Her darüber, wer für Haltestellen,
Gehsteige, Straßen wie fürs Streuen verantwortlich sei, muss durch
die Schaffung eines umfassenden Winterdienstkonzeptes mit einem
differenziertem Maßnahmenpaket ein Ende bereitet werden. Dieses solle
im Detail festlegen wo, wer, was streuen muss und einen optimalen Mix
von Verkehrssicherheit und Umweltschonung zum Ziel haben. Karin
Holdhaus: "So viel Räumung wie möglich, so wenig Streustoffe, in
welcher Form auch immer, wie nötig!"

Aufgrund der Winterdienstverordnung sei das im Detail nicht in dieser
Deutlichkeit geregelt. Dies böte auch die Möglichkeit, die Streuung
für die Fahrradwege unter Abwägung ihrer Umweltschädlichkeit genauer
zu definieren. Holdhaus bezweifelt, dass Flieseinlagen ausreichen, um
die Grünflächen zu schonen und hinterfragt, ob es doch nur eine
"Pseudo-Maßnahme" sei, um die "10 Meter Schutzzone" für Bäume zu
umgehen. So nehme Sima verstärkten Einsatz von Salzsole in Kauf, nur
um der grünen "Radfahrfanatik" gerecht zu werden.

Absoluter Knackpunkt der Ökologisierung des Winterdienstes in Wien
sei sicherlich die rasche Einkehrung des trotzdem immer wieder
notwendigen Rollsplitts, damit die Feinstaubwerte nicht wieder wie im
Vorjahr während der Wintermonate explodieren. Es müsste auch Ziel
sein, die Verwendung von Tausalz auf das notwendige Mindestmaß zu
begrenzen. Ja, moderne Feuchtmittel haben weniger Salz, ja, moderne
Feuchtmittel verwehen nicht. Allerdings kann gerade ihr besseres
Haftvermögen zu einem längeren Verweilen führen, was wiederum größere
Schäden zur Folge haben kann.

"Faktum ist, und dies hat die Umweltstadträtin heute endlich
zugegeben, dass auch Salzsole Salz enthält und dass 24-Stunden freie
Schneefahrbahnen auf Radwegen bedeuten, dass monatelang ständig Salz
in die Grünflächen entlang der Radwege eindringt", kritisiert
Holdhaus die unseriöse Argumentation. Unbeantwortet bleibt für
Holdhaus die Frage: Wieviel mehr Feuchtsalz erfordern die monatelang
schneefrei gehaltenen Radwege? "Es wäre höchst Zeit, den Winterdienst
in Wien so zu organisieren, dass er einerseits umweltfreundlich ist,
und andererseits die Verkehrssicherheit garantiert. Andere Großstädte
zeigen, wie und dass dies möglich ist", so Holdhaus abschließend.

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