Neues Volksblatt: "Kost' eh nix!" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 7. Dezember 2012

Linz (OTS) - Kost' eh nix! - So kann man auch auf Kritik an den teilweise unzumutbaren Studienbedingungen reagieren.
Was nichts kostet, ist nichts wert. - An diesen Spruch werden derzeit viele Studierende und ihre Eltern erinnert, wenn Seminare überfüllt und Prüfungstermine gar nicht zu bekommen sind, oder wenn Studenten auf der Suche nach einem Betreuungsprofessor für die Diplomarbeit von Pontius zu Pilatus laufen müssen, das heißt: von einem ungnädigen Professor zum anderen, bis sich einer erbarmt, der aber ein Thema vorgibt, das mit den Interessen des Studenten nichts zu tun hat.
Ob sich nach der vom Nationalrat beschlossenen Wiedereinführung der Studiengebühren etwas ändert, bleibt abzuwarten. Denn zahlen müssen ja nur die Langzeitstudenten.
Doch so abartig, wie manche tun, sind Studiengebühren auch wieder nicht. Man muss gar nicht auf ausländische Beispiele verweisen, auch in Österreich kosten viele Berufsausbildungen Geld, und zwar viel mehr als die jetzt wieder teilweise eingehobenen Studiengebühren. Vielen Eltern wäre es ohnehin lieber, sie zahlen eine Gebühr und ihre Kinder hätten damit einen - wenn auch nur moralischen - Anspruch auf ordentliche Studienbedingungen. Bedürftigen Studenten könnte man die Gebühr ja erlassen. Die Studenten wären dann keine Bittsteller, sondern Kunden - und der Kunde ist bekanntlich König.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001