Unterländer VP-Abgeordnete fordern Vollauslastung der Unterinntaltrasse

Nachtfahrverbot als mögliche Maßnahme, falls Aufrüstung nicht umgehend erfolgt - Bevölkerung darf nicht Leidtragende sein

Wien (OTS) - Die Unterländer VP-Nationalratsabgeordneten Franz Hörl, Josef Lettenbichler und Hermann Gahr sowie VP-Klubobmann Josef Geisler nehmen heute mit einer Forderung zur Nachricht Stellung, dass zahlreiche private Güterzüge die neue Unterinntaltrasse ab 9. Dezember nicht nützen und auch weiterhin die Trasse außerhalb des Tunnels verwenden müssen. Grund dafür ist die von manchen privaten Betreibern noch nicht umgesetzte Aufrüstung auf das European Train Control System (ETCS), das von der ÖBB sinnvollerweise als Voraussetzung für die Benützung der neuen Trasse gefordert wird. "In Tirol haben wir erfolgreich für die Unterinntaltrasse gekämpft. Jetzt gehört sie auch benützt. Wir erwarten uns von den privaten Betreibern eine Lösung, um möglichst umgehend die Vollauslastung der Unterinntaltrasse zu erreichen", so die VP-Abgeordneten. "Die neue Inntaltrasse bringt nicht nur ein enormes Plus an Sicherheit und Leistungsfähigkeit mit sich, sondern dient vor allem zur Entlastung der Bevölkerung entlang der Strecke. Für die Versäumnisse privater Betreiber dürfen nicht die Anrainerinnen und Anrainer den Preis zahlen. Wir erwarten uns von den privaten Betreibern alle Anstrengungen, um umgehend die volle Auslastung der Unterinntaltrasse zu erreichen", finden die Tiroler VP-Abgeordneten klare Worte.

"Seitens des Bundes stehen 40 Millionen Euro für die Nachrüstung zur Verfügung. Diese ist Voraussetzung für die bestmögliche Auslastung der neuen Trasse. Auch die Südtiroler Unternehmen sind aufgerufen, diese Nordtiroler Bedürfnisse zu akzeptieren", betont Franz Hörl. "Sollte die Aufrüstung nicht umgehend erfolgen, muss man im Sinne der Bevölkerung auch über andere Maßnahmen nachdenken. Ein Nachtfahrverbot für Güterzüge außerhalb des neuen Tunnels wäre dabei ebenfalls eine effiziente Maßnahme, um die drohende Lärmbelästigung zu verhindern und das Projekt Unterinntaltrasse nicht ad absurdum zu führen", so Hörl.

Dass die Möchtegern-Verhinderer der Unterinntaltrasse Georg Willi und Fritz Grugiser jetzt als die großen Tunnel-Befürworter auftreten, ist reiner Populismus, so die VP-Abgeordneten. "Wir laden jedoch Willi und Gurgiser ein, verantwortungsvolle Verkehrspolitik zu machen und gemeinsam mit uns für den Brenner-Basistunnel zu kämpfen," so das Angebot von Franz Hörl.

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