Leitner: Niederösterreichs PendlerInnen brauchen viel mehr als neue Park&Ride-Anlagen

Sozial gerechte PendlerInnenförderung muss her

St. Pölten, (OTS/SPI) - "Ich erwarte mir vom morgigen Gipfel der Landeshauptleute von Niederösterreich und Wien zu den massiven Problemen der niederösterreichischen Pendlerinnen und Pendlern, dass sich die Maßnahmen nicht nur im Bau von neuen Park&Ride-Anlagen, die wohl erst in den nächsten Jahren Verbesserungen bringen, erschöpfen. Zusätzlich müssen in den nächsten Monaten, und zwar kurzfristig, neue Abstellflächen errichtet werden. Zudem erwarte ich mir das klare Bekenntnis und auch die notwendigen politischen Weichenstellungen, dass die zukünftige Verkehrspolitik nicht an Bundesländergrenzen 'verenden' darf. Es ist jedenfalls nach vielen Jahren einer verschlafenen PendlerInnenpolitik besser jetzt spät zu handeln als nie! Wir müssen grenzüberschreitend denken und grenzüberschreitend handeln, die Ostregion braucht kreative Lösungen", so Niederösterreichs Landesvize und SPÖ-Vorsitzender LHStv. Dr. Sepp Leitner.

Die Parkraumbewirtschaftung, so wie sie im Augenblick betrieben wird, hält sehr viele PendlerInnen nicht davon ab, nach Wien einzupendeln, insbesondere dann, wenn sie Firmenparkplätze nützen können. "Wir brauchen sogenannte 'Pendlergates' vor den Toren der Bundeshauptstadt - zum Beispiel im Marchfeld bei Raasdorf, im Waldviertel oder im Süden von Wien. Dort sollen PendlerInnen ihre Autos abstellen und auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen können", so Leitner weiter. Diese Autoabstellplätze sollen beleuchtet und bewacht werden sowie auch eine Versicherung anbieten, falls einmal etwas passiert. Wesentlich ist aber, dass diese Abstellplätze in jenen Gemeinden errichtet werden, die bereits Verkehrsknotenpunkte für Öffis sind oder zu solchen ausgebaut werden. Diese Parkplätze sollen gleichzeitig an Einkaufszentren angebunden sein, um den PendlernInnen ihre täglichen Besorgungen zu ermöglichen und damit den Arbeitsalltag zu erleichtern.

"Das derzeitige VOR-Tarifsystem gibt leider auch einen negativen Anreiz bis zur Stadtgrenze nach Wien heranzufahren - denn die 1. VOR-Zone in Niederösterreich kostet ebenso viel wie die Kernzone in Wien, nämlich ganze 365 Euro. Probeweise könnte man den PendlerInnen die 1. VOR-Zone in NÖ um 180 Euro statt Euro 365, also die Hälfte, anbieten, um den PendlerInnen das Umsteigen auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu erleichtern und schmackhafter zu machen", so Leitner, der einmal mehr einfordert, dass auch die finanzielle Unterstützung der Pendlerinnen und Pendler endlich reformiert gehört:
"Die Pendlerförderung muss sozial gerecht sein und auch der ökologische Aspekt darf nicht vergessen werden. Klein- und Mittelverdiener sowie Teilzeitbeschäftigte müssen auf jeden Fall stärker unterstützt werden. Hier ist die Bundesregierung gefordert, die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen."
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