ÖAMTC zu behaupteter CO2-Reduktion durch Parkpickerl: Fragwürdige Modellrechnung

22.900 Tonnen zusätzlicher CO2-Ausstoß, wenn 200.000 Fahrzeuglenker pro Arbeitstag fünf Minuten einen Parkplatz suchen

Wien (OTS) - Verwundert zeigt sich der Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung, Bernhard Wiesinger, über die gestern veröffentlichte Zahl von einer CO2-Reduktion von 17.300 Tonnen pro Jahr durch die Ausweitung der Parkpickerl-Zonen. "Dem ÖAMTC ist keine seriöse, wissenschaftliche Untersuchung bekannt, die diese Zahl belegt", so Wiesinger. "Bisher gibt es eigentlich nur Modellrechnungen der Parkpickerl-Befürworter."

Beobachtungen des Clubs zeigen bis dato ein differenziertes Bild. Zwar ist das Verkehrsaufkommen in den Pickerlzonen zurückgegangen, außerhalb gibt es aber deutlich mehr "Parkplatz-Suchverkehr". Dieser Effekt strahlt bis weit in die Bezirke ohne Parkraumbewirtschaftung aus. "Bei vorsichtiger Schätzung kann man von rund 100.000 Pendlern und genauso vielen Wienern ausgehen, die davon betroffen sind. Wenn diese 200.000 Fahrzeug-Lenker pro Arbeitstag nur fünf Minuten länger nach einem Parkplatz suchen oder vor einer Park & Ride-Anlage warten, beläuft sich der CO2-Ausstoß dieser Autos auf 22.900 Tonnen pro Jahr", stellt der Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung klar. "Es stellt sich die Frage, ob diese Effekte bei der Berechnung der gestern veröffentlichten Zahl berücksichtigt wurden."

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Kommunikation
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
kommunikation@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0004