Österreich: Bereitschaft zur Familiengründung steigt

Familienfoscher Mazal: Weiterhin hohe Verantwortung von Paaren füreinander und gegenüber Kindern - Trend weg von formalisierter Ehe

Wien, 06.12.12 (KAP) Die Österreicher sind in steigendem Maß dazu bereit, Verantwortung füreinander und gegenüber Kindern zu übernehmen und Familien zu gründen. Das hat Wolfgang Mazal, Leiter des Instituts für Familienforschung an der Universität Wien, gegenüber der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag" erklärt. Weiterhin ist die Ehe mit Kindern eindeutig die am weitesten verbreitete Familienform, gefolgt von der Lebensgemeinschaft mit Kindern. Der Blick auf die Zahlen seit 2006 zeigt laut dem Wiener Juristen und Sozialforscher allerdings einen Trend weg von der formalisierten Ehe.

Die Ehe mit Kindern (jeweils unter 15 Jahren) ist in Österreich weiterhin mit Abstand die häufigste Familienform, allerdings nahm sie zwischen 2006 und 2011 zahlenmäßig von ursprünglich 580.000 auf 535.000 deutlich ab. Lebensgemeinschaften mit Kindern stiegen gleichzeitig von 108.000 auf 121.000 an, während bei Alleinerziehern mit Kindern ein Rückgang von 120.000 auf 107.000 stattfand. Sank die Zahl von Kindern unter 15 Jahren, die bei Ehepaaren leben, zwischen 2006 von 980.000 auf 950.000, leben nun 172.000 statt 154.000 Kinder bei Paaren in Lebensgemeinschaft. Bei alleinerziehenden Eltern lebten im Vorjahr 145.000 Kinder - 2006 waren es noch 165.000.

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