FPÖ: Strache und Podgorschek fordern nachhaltige Entlastung der Pendler

FPÖ hat eigenes Konzept zur Entlastung der Pendler erarbeitet

Wien (OTS) - "Weiterhin werden Arbeitnehmer groß zur Kasse gebeten, während die Inflation massiv ansteigt. Gerade steigende Kraftstoffkosten stellen dabei eine besondere Belastung für Arbeitnehmer dar, die auf ihr Fahrzeug angewiesen sind. Es ist deswegen höchst an der Zeit, Pendler endlich nachhaltig zu entlasten", erklärte heute FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache. Die FPÖ hat daher ein eigenes Konzept zur Entlastung der Pendler erarbeitet, bei dem die Werbungskostenpauschale angehoben und Pendler entlastet werden sollen. Ein entsprechender Antrag wurde in der gestrigen Plenarsitzung eingebracht. Die Ablehnung durch SPÖ und ÖVP zeigt für Strache jedoch einmal mehr, dass die Regierungsparteien nicht an nachhaltigen Reformen interessiert sind.

"Wir verfolgen mit unserem Modell neben der Entlastung der Pendler drei klare Zielsetzungen: Vereinfachung der Verwaltung, Entlastung der Betriebe und eine klare ökologische Komponente", erläuterte der freiheitliche Finanzsprecher NAbg. Elmar Podgorschek die Grundzüge des Modells.

Im Detail sieht der Antrag folgendes vor:

Es soll nur mehr eine Pendlerpauschale - bewertet mit 30 Cent pro Entfernungskilometer (einfache Strecke Wohnung-Arbeitsstätte) -geben. Diese Pendlerpauschale ist bis 900,- EUR in der Werbungskostenpauschale enthalten.

Durch die Abschaffung von kleiner und großer Pendlerpauschale und der Stufen-Staffel ergibt sich eine erhebliche Verwaltungsvereinfachung.

Nach diesem Modell sind Entfernungen bis 14 km in der Werbungskostenpauschale von 900,- EUR enthalten. Weitere Entfernungen und effektive höhere Kosten für die öffentlichen Verkehrsmittel (günstigste Variante) können über die Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht werden. Dadurch entfällt die Berücksichtigung der Pendlerpauschale in der Lohnverrechnung. Die Betriebe werden von dieser Arbeit entlastet.

Durch die Anrechnung der effektiven höheren Kosten für die öffentlichen Verkehrsmittel ergibt sich eine klare ökologische Komponente der Neuerung.

Gedeckelt ist die Absetzbarkeit der Pendlerkosten mit maximal 4.500,-EUR pro Jahr als Freibetrag. Kostenersätze des Arbeitgebers sind auf die Ausgaben anzurechnen.

Falls aufgrund eines niedrigen Einkommens keine Steuer anfällt und somit der Freibetrag nicht wirkt, wird jedem Arbeitnehmer, der regelmäßig die Strecke Wohnung-Arbeitsort fährt, mindestens ein Betrag von 328,50 EUR/Jahr ausbezahlt. (= 900 x 36,50 /100 = Pauschale x niedrigstem Steuersatz / 100)

Zurzeit steht die Pendlerpauschale nur zu, wenn man im Lohnzahlungszeitraum (Monat) mindestens 11x zur Arbeit fährt. Im neuen System werden 46 Arbeitswochen mit 5 Arbeitstagen unterstellt = 230 Tage für die Pauschale. Wenn jemand nur 2 Tage arbeitet wird das entsprechend aliquotiert und mit dem km Satz (0,30 EUR) multipliziert. Sollten die auf km Basis errechneten Kosten oder die effektiven Kosten für das öffentliche Verkehrsmittel höher sein, so können diese über die Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht werden.

"Es muss Schluss sein mit den dauernden Politfeilschereien auf dem Rücken der Pendler. Unser Vorschlag ist klar, effizient und einfach umzusetzen. Vor allem aber bringt er endlich eine saubere Lösung zugunsten aller Beteiligten", so Strache abschließend.

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