Weninger: Österreich für Kyoto-Nachfolgeprogramm und globalen Klimafonds

UN-Weltklimakonferenz muss Weichen Richtung Weltklimavertrag stellen

Wien (OTS/SK) - "Der Klimaschutz verträgt keine Pause. Deshalb tritt Österreich bei der zur Zeit in Doha tagenden UN-Weltklimakonferenz für ein sofortiges Kyoto-Nachfolgeprogramm und einen globalen Klimafonds ein", berichtet SPÖ-Umweltsprecher Hannes Weninger aus Doha. ****

Um den Anstieg der Erderwärmung auf unter zwei Grad zu bringen, müssen die weltweiten Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um mindestens 50 Prozent sinken. Würde das Zwei-Grad-Ziel der UN-Klimarahmenkonvention verfehlt, droht der Menschheit eine Klimakatastrophe. "Schmelzende Polarkappen, der Anstieg des Meeresspiegels und der Meerestemperaturen, fortschreitenden Landverwüstungen, Überflutungen und Dürren in einigen Teilen der Welt sind alarmierende Anzeichen für die Gefährlichkeit des Klimawandels", fasst Weninger die Aussagen der Klimaexperten zusammen.

In Doha sollen ernstzunehmende Schritte in Richtung eines globalen, für alle Staaten rechtlich verbindlichen und überprüfbaren Weltklimavertrages gesetzt werden, der 2015 beschlossen werden und 2020 in Kraft treten soll. "Dazu bedarf es jedoch eines drastischen Richtungswechsels in der Klimapolitik aller Länder", meint Weninger. "Das im Gespräch befindliche Verhandlungsangebot der EU, das bereits erfüllte CO2-Einsparungsziel von minus 20 Prozent auf 30 Prozent der Emissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 zu erhöhen, ist ein deutliches Signal gegenüber weniger ambitionierten Staaten wie China, Indien, den USA", hofft der SPÖ-Umweltsprecher auf einen Konsens unter den 194 Staaten.

Ein zweiter inhaltlicher Schwerpunkt bei der UN-Weltklimakonferenz ist der sogenannte Klimafonds. Die Vereinten Nationen schätzen, dass bis 2020 mindestens 100 Mrd. Dollar notwendig sein werden, um in den Entwicklungsländern nachhaltige Klimaschutzprojekte mitfinanzieren und die unvermeidlichen Folgen der globalen Erwärmung mildern zu können. "Österreich und die Europäische Union sind bereit, beispielsweise den von Dürrekatastrophen und Ernteausfällen in Afrika betroffenen Menschen und den Bewohnern bedrohter Inselstaaten wie z.B. auf den Malediven mit einem fairen Beitrag zu helfen", begrüßt Weninger seriöse Bekenntnisse zur Dotierung des neuen "Green Climate Fund". (Schluss) mo

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