- 06.12.2012, 10:18:07
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Greenpeace-Aktivisten errichten Quarantäne-Station vor Levi's Geschäft
Levi's muss gefährliche Chemikalien aus Jeans verbannen
Utl.: Levi's muss gefährliche Chemikalien aus Jeans verbannen =
Wien (OTS) - Aktivistinnen und Aktivisten der unabhängigen
Umweltschutzorganisation Greenpeace errichteten heute früh eine
Quarantäne-Station vor einem Levi's-Geschäft in der Wiener
Mariahilferstraße. Die Umweltschützer machen damit auf die Vergiftung
mexikanischer Flüsse aufmerksam. Untersuchungen von Greenpeace haben
ergeben, dass zwei der größten Textilhersteller Mexikos gesundheits-
und umweltgefährdende Chemikalien freisetzen. Diese Betriebe sind
Lieferanten für große Modemarken, wie Levi's. Greenpeace fordert von
den Modeherstellern, Verantwortung für ihre Produktionsprozesse zu
übernehmen und aus der Verwendung gefährlicher Chemikalien
auszusteigen.
"Was in Mexiko aufgedeckt wurde, ist eines der schlimmsten
Beispiele für Wasserverschmutzung durch die Textilindustrie. Große
Marken verstecken sich hinter einer schwachen Gesetzgebung, um auf
geheimen Wegen giftige Chemikalien freizusetzen. All den großartigen
Aussagen des Unternehmens zum Erhalt der Umwelt zum Trotz kauft
Levi's bei Zulieferbetrieben ein, die mexikanische Flüsse vergiften",
kritisiert Claudia Sprinz, Greenpeace Konsumentensprecherin.
Der aktuelle Greenpeace-Bericht "Giftige Bedrohungen 3: Die Rolle
Mexikos in der Schadstoffbelastung der globalen Textilindustrie"
zeigt wie die Textilbetriebe Kaltex und Lavamex die schwache
Gesetzeslage in Mexiko nützen, um eine genaue Überprüfung ihrer
Produktions-prozesse zu vermeiden. Die Untersuchungen von Greenpeace
machen deutlich, dass diese beiden mexikanischen Betriebe eine
Vielzahl gefährlicher Chemikalien ins Abwasser freisetzen. Die
Laborergebnisse haben ergeben, dass die enthaltenen Chemikalien die
Fortpflanzung gefährden können und für Wasserlebewesen giftig sind.
In dem bereits am 20. November 2012 veröffentlichten
Greenpeace-Report "Giftige Garne" wurde nachgewiesen, dass die von
Levi's in Mexiko produzierten Jeans gefährliche Chemikalien
enthalten. Der österreichische Greenpeace-Protest folgt einer Reihe
von internationalen Aktivitäten, die auf die großflächige Verbreitung
giftiger Chemikalien durch die Modebranche hinweisen. So haben
mexikanische Greenpeace Aktivisten einen 110 Meter langen Pfeil auf
die Textilfabrik Lavamex, wo die US-Marke Levi's produzieren lässt,
gerichtet, um die Verursacher für die Vergiftung mexikanischer Flüsse
anzuprangern.
"Wir wissen nicht genau welche Mengen an Gift in mexikanische
Flüsse gepumpt werden. Was wir aber wissen ist, dass große Modemarken
ihre Mode endlich 'entgiften' müssen. ZARA und Mango haben sich erst
kürzlich dazu bekannt, auf die Freisetzung gefährlicher Chemikalien
zu verzichten. Levi's muss ihrem Beispiel folgen und seine
Zulieferbetriebe dazu verpflichten, die Freisetzung gefährlicher
Chemikalien offenzulegen. Nur so kann die Verwendung von giftigen
Schadstoffen endgültig beendet werden", fordert Sprinz abschließend.
Bildmaterial schicken wir gerne auf Anfrage
([email protected]) zu.
Weitere Informationen:
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